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Dachziegel sind keine Eier

(21.6.2001) Bauherren und Hausbesitzer, die sich für eine Dacheindeckung mit klassischen naturroten Dachziegeln entscheiden, sollten daran denken: Jeder Dachziegel ist ein Unikat. Sie gleichen sich daher eben nicht wie ein Ei dem anderen. Das gilt auch in puncto Farbe. Monochromie, also die absolute Farbgleichheit, lässt sich beim keramischen Baustoff Dachziegel nicht herstellen.

Die mineralische Zusammensetzung des Rohstoffes Ton ist naturgemäß nicht immer völlig gleich. So ergeben sich beim Brennvorgang unterschiedliche Farbnuancen. Dies ist kein Manko, sondern eins der typischen Merkmale von naturroten Dachziegeln - und der sichtbare Ausdruck, ein Naturprodukt auf dem Dach zu haben.

Was aber viele Bauherren als störend empfinden und dann reklamieren, sind streifig wirkende Deckbilder: Wird eine Palette Ziegel nach der anderen eingedeckt, liegen die Ziegel ungemischt und damit auch nach Farbvariante getrennt nebeneinander. Dadurch können auch kleinste Farbnuancen als Streifen sichtbar werden. Dieser unerwünschte Effekt lässt sich jedoch leicht vermeiden: Vor dem Eindecken sollten die Ziegel vom Dachdecker durchmischt werden. "So erhält man ein Dach mit dem charakteristischen Farbspiel, das durch seine Lebendigkeit optisch besonders reizvoll wirkt", lässt Dipl. Ing. Heinz Zanger wissen, Technischer Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach.

Neben diesem ästhetischen Aspekt sprechen eine Reihe weiterer guter Gründe für ein Dach aus Ziegeln. Dazu Zanger: "Der grobkeramische Baustoff überzeugt durch seine Resistenz gegen Säure und UV-Strahlung, extrem hohe Festigkeit, Formbeständigkeit und Wiederstandfähigkeit gegenüber Frost. Eine generationenlange Haltbarkeit ist somit gewährleistet - vor allem, wenn das Dach regelmäßig inspiziert und gewartet wird."

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