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Innovative Bautechnologien sind Impulsgeber für die Bauwirtschaft

(1.2.2001) "Planen und Bauen sind in besonderem Maße dem gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und technologischen Wandel unterworfen. Für die Architekten und Ingenieure ergeben sich daraus stetig neue Herausforderungen, wirtschaftlich tragbare und wandlungsfähige Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung unserer bebauten Umwelt zu suchen," betonte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Achim Großmann, in Leipzig beim 3. Leipziger Baugespräch.

Schon heute seien durch die Anwendung innovativer Bautechniken und den Einsatz neuer Technologien beachtliche Erfolge im Bereich der Energieeinsparung und der CO₂–Reduktion möglich, so der Staatssekretär. Durch die Energieeinsparverordnung werde der Heizenergiebedarf von Neubauten um rd. 30% gegenüber den heute erreichten Anforderungen verbessert und damit der Niedrigenergiehausstandard zur Regel. Das große Energieeinsparpotential im Gebäudebestand werde die Verordnung durch Nachrüstungsverpflichtungen ausschöpfen. Ganz erhebliche Effekte zur Senkung des Energieverbrauchs im Gebäudebestand sowie hohe Beschäftigungseffekte für die Bauwirtschaft würden zudem vom kürzlich gestarteten CO₂-Gebäudesanierungs-Programm der KfW ausgehen. Ferner unterstützten das KfW-CO₂-Minderungsprogramm und das KfW-Wohnraummodernisierungs-Programm II die konsequente Energieeinsparpolitik der Bundesregierung, fuhr Großmann fort.

Große wirtschaftliche Chancen für die deutsche Bauwirtschaft lägen auch im Bereich des umweltgerechten und ressourcensparenden Bauens und der Kostenminimierung, so der Staatssekretär. Zahlreiche Baumaßnahmen vor allem im Einfamilienhausbau belegten, dass Baukosten von spürbar unter 2000 DM pro m² bei einem Höchstmaß an Qualität und architektonisch ansprechend zu realisieren seien. Neue Impulse werde die geplante Initiative "Preiswertes und ökologisches Bauen" auslösen, die ein wichtiger Bestandteil des von der Bundesregierung, den Bauverbänden und der Gewerkschaft Bauen - Agrar - Umwelt unterzeichneten 10-Punkte-Programms zur "Förderung und Verstetigung beschäftigungswirksamer Bautätigkeit" sei, erläuterte Großmann. Unterstützt werde die Initiative durch die gemeinsame Förderinitiative "Bauforschung und Bautechnik" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, die über den Einsatz innovativer Techniken und Verfahren das Ziel der Kostensenkung und Erhöhung der Attraktivität der Bauarbeit verfolge.

Bei den Parlaments- und Regierungsbauten habe der Bund bereits neue Maßstäbe für ökologische und energiebewusste Bauen gesetzt. Zukünftig werde allen Baumaßnahmen des Bundes der Leitfaden "Nachhaltiges Bauen in Bundesbauten" zugrunde gelegt, betonte Großmann abschließend.

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