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Intergeo 2016: immer mehr Smart City, BIM und Drohnen


  

(17.10.2016) Die Welt wird zunehmend smarter. Inmitten der rasanten Veränderungsprozesse unserer Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitswelten steht die Digitalisierung. Davon profitiert auch die Geo-IT-Branche. Als Schöpfer und Anbieter vielfälti­ger Geoinformationen und -services positioniert sie sich als Schnittstelle zu Industrie und Verwaltung. Ihr zunehmender Einfluss schlug sich auf der diesjährigen Intergeo als interna­tionaler Leitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landma­nagement nieder - mit ...

  • 531 Ausstellern aus 37 Ländern,
  • über 17.000 Fachbesuchern aus über 100 Ländern und
  • einem mit 1.300 Teilnehmern international besetzten Kongress.

Thematisiert wurde dabei vom 11. bis 13. Oktober 2016 in Hamburg die ganze Pro­zesskette durchgängig ...

  • von der Datenerhebung,
  • über die Analyse,
  • bis zur Präsentation und Visualisierung der Ergebnisse.

„Die Intergeo ist ein Cross-Industry-Dialog im besten Sinne. Hier steht die Ressource der Zukunft im Mittelpunkt - die smarte Geoinformation“, so der frisch gewählte Präsident des Intergeo-Veranstalters DVW e.V., Prof. Dr.-Ing. Hansjörg Kutterer.


alle Fotos © Hinte GmbH / Intergeo

Schwerpunkt Smart City

Im Mittelpunkt des Messe- und Kongressgeschehens stand die Stadt als Lebens-, Ar­beits- und Wirtschaftsraum. Der Veranstaltungsort hätte passend dazu kaum besser gewählt sein können. Denn Hamburg gilt mit seiner Strategie zur digitalen Stadt als ein Vorreiter in Sachen Smart City. Hamburgs Digitalstrategie ist politisch an höchster Stelle verankert. Erstmals hatte die Smart City in der Themenplattform Smart City SOLUTIONS ihre eigene Abbildung.

BIM: Digitales Bauen kommt – Geodäten liefern die Basis

Keine IT-lastige Veranstaltung mehr ohne BIM, so auch in Hamburg - zumal inzwischen unumstritten ist, dass BIM politisch verankert ist und kommen wird. Das Bundesminis­terium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) hat mit dem Stufenplan „Digitales Planen und Bauen“ die Weichen für die Einführung von BIM als Standardmethode in Infrastrukturprojekten gesetzt - siehe auch Baulinks-Beitrag „BIM soll bis 2020 (für Infrastrukturprojekte) stufenweise eingeführt werden“ vom 15.12.2015. Entsprechend diskutierten auf Podiumsdiskussionen und in Kongressslots Vertreter von planen-bauen 4.0, dem BMVI, buildingSMART und Industrie intensiv über die Entwicklungen hin zu transparenten und international wettbewerbsfähigen Bauprozessen. Allen Beteiligten war dabei bewusst: Geodäten sind als Produzenten von Geoinformationen als erste vor Ort und tief in den BIM-Prozess integriert.

Geospatial 4.0 – Information wird zu Mehrwert

Das in Analogie zu Industrie 4.0 entstandene Konzept von Geospatial 4.0 erweist sich als aktueller denn je. Auch auf der diesjährigen Intergeo zeigte sich: Smarte Geoinfor­mationen und -services haben sich nicht nur als Treiber von Wirtschafts- und Verwal­tungsinnovationen bewährt, immer mehr Industrien gründen ihre Businessmodelle auf der Basis von smart eingesetzten Geoinformationen. DVW-Präsident Kutterer betonte gleichwohl, dass nun Standardisierungs-, Lizensierungs-, und Preisfragen gelöst wer­den müssen, um Geoinformationen als fundamentales Gut in Wirtschaft und Verwal­tung zu pushen. Für Dr. Jürgen Dold, CEO von Leica Geosystems wird „online“ unauf­haltsam zur Realität. Im Zusammenhang mit Big-Data-Diskussionen sagte er: „Egal, wie groß die Daten sind, es geht darum, sie smart zu nutzen.“

Interaerial Solutions: Größte Drohnenshow Europas

Eine besonders hohe Dynamik zeigt die UAV-Branche, die sich mit unmanned aerial ve­hicles bzw. unmanned aircraft - also Drohnen - befasst. Auf der Interaerial Solutions, die erstmals auf der Intergeo als eigenständige Plattform lief, präsentierten sich 130 Aussteller - vom Start-up bis zum weltweiten Konzern.

Im Rahmen von Foren und in Podiumsdiskussionen wurden Einsatzbereiche und Zu­kunftstrends thematisiert. Branchenneuling Intel zeigte beispielsweise in einer Welt­premiere mit dem Falcon 8+ eine erste eigene Drohne. Trotz aller noch bestehender rechtlichen Unsicherheiten scheint die Branche unaufhaltsam zu expandieren. Die Zu­kunft der Drohnen als Vermessungs- und Inspektionsgeräte, aber auch als Plattform für Aerial Photography und als Transportmittel, scheint allemal rosig zu sein.

Berlin im Anflug

Nach der Intergeo ist vor der Intergeo. Berlin als Veranstaltungsort 2017 beschäftigt Veranstalter und Organisatoren bereits jetzt. Für den DVW steht fest: „Die Dynamik fordert uns heraus, auch im nächsten Jahr wieder die beste Plattform zu liefern, die die Geo-IT-Branche als Präsentationsfläche zu den Anwendern braucht“, so DVW-Prä­sident Kutterer. Die kommende Intergeo findet vom 26. bis 28. September 2017 in den Hallen der Messe Berlin statt.

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