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Erstes biobasiertes Befestigungssortiment von Fischer

(16.2.2016; Dach+Holz-Bericht) Als wohl erster Hersteller weltweit haben die Fischerwerke ein Befestigungssortiment aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Das Sortiment „greenline“ umfasst aktuell sechs, bislang nur in grau produzierte Dübel sowie einen Zweikomponenten-In­jektionsmörtel für schwere Lasten. Diese „grünen“ Fischer Produkte sollen die gleichen Leistungsmerkmale wie ihre grau­en Geschwister erfüllen; der Injektionsmörtel besitzt die ETA-Zulassungen Option 7 und Mauerwerk.

Zur Erinnerung: Bereits 2012 hat Fischer mit dem UX GREEN 2012 den ersten „grünen“ Kunststoffdübel der Welt eingeführt. Anfang 2015 kam mit FIS GREEN 300 T der erste chemische Injektionsmörtel hinzu, der aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Damit wandte sich der Befestigungsspezialist an Verarbeiter und Bauherren, die beim Bauen und Renovieren großen Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Alle „greenline“-Produkte werden laut Fischer zu mindestens 50% aus nachwachsen­den Rohstoffen produziert. Als Basis für die Kunststoffbestandteile dient Rizinusöl, das aus dem Samen des Wunderbaums gewonnen wird (siehe Wikipedia). Diese stehen nicht in Konkurrenz mit Nahrungs- und Futtermitteln, auch nicht mit den entsprechen­den Anbauflächen. Der regenerative Materialanteil wird jeweils durch eine unabhängi­ge Prüfung und Zertifizierung der DIN CERTCO/TÜV Rheinland bestätigt. Alle Produkte gehören zur Klasse „BIOBASED 50-85%“.

Das grüne Produktprogramm soll unter dem Namen „greenline“ in den nächsten Jahren konsequent erweitert werden. Aktuell umfasst das Sortiment sechs bewährte Dübel­typen als grüne Alternativen:

  • den Universaldübel UX GREEN,
  • den Spreizdübel SX GREEN,
  • den Gipskartondübel GK GREEN,
  • den Nageldübel N GREEN,
  • den Porenbetondübel GB GREEN und
  • den Dämmstoffdübel FID GREEN.

Unbedenklicher Montage-/Injektionsmörtel

Neben den grünen Kunststoffdübeln wird parallel auch ein grüner Montagemörtel ein­geführt. Chemische Injektionsmörtel sind komplexe Produkte, die aus einer Vielzahl unterschiedlicher Rohstoffe aufgebaut sind. Die meisten Rohstoffe sind seltene Spe­zialchemikalien, für die es bislang kein biobasiertes Äquivalent gibt. Der sonst übliche „Drop-in-Approach“, also der Austausch eines Rohstoffs durch den identischen, aber bio-basierten Rohstoff, schied bei der Herstellung des neuen „grünen“ Mörtels somit aus.

Stattdessen wurde für das neue biobasierte Produkt mit ganz neuen Rohstoffen die Rezeptur völlig neu formuliert. Hierfür stellte Fischer dem Vernehmen nach die gesam­te bisherige Rohstoffpalette auf den Prüfstand, führte umfangreiche Marktrecherchen auf Substitutionsmöglichkeiten durch und untersuchte andere oder alternative bio-ba­sierte Rohstoffe. FIS GREEN 300 T enthält daher Bio-Komponenten, die unterschied­lichste Funktionen erfüllen: Reaktivharze, Füllstoffe, Additive, Weichmacher und ther­moplastische Polymere.

„Nur durch dieses radikale Neudesign wurde es möglich, einen hohen Bio-Kohlen­stoffanteil von 50-85% zu erreichen. Wir sind stolz darauf, dass wir mit unserem FIS GREEN 300 T zeigen konnten, dass auch komplexe Produkte bio-basiert und nachhal­tig neu formuliert werden können,“ betont Prof. Klaus Fischer, Inhaber und Vorsitzen­der der Geschäftsführung.

Laut DIN CERTCO eignet sich der Montagemörtel GREEN für „Anforderungen bei der Befestigung hoher Lasten in Beton, Loch- und Vollbausteinen im Innen- und Außen­bereich“.

Der Montagemörtel GREEN verfügt über eine Umwelt-Produktdeklaration EPD (Envi­ronmental Product Declaration) des Instituts Bauen und Umwelt e.V. (IBU) und damit über eine Datengrundlage zur ökologischen Gebäudewertung. Darüber hinaus soll der Mörtel extrem emissionsarm sein: er ist in der besten französischen Emissionsklasse A+ „sehr emissionsarm“ für flüchtige Stoffe eingestuft (VOC-Verordnung). Außerdem ist das Produkt frei von jeglicher Gefahrstoff-Kennzeichnung.

Weitere Informationen zum „greenline“-Sortiment können per E-Mail an Fischer angefordert werden.

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