Redaktion  || < älter 2016/0163 jünger > >>|  

Überarbeitete DIN 4108-3 ermöglicht neue Sanierungslösungen im Steildach


Steildachsanierung mit neuem Bauder Dämmvlies (weiß) auf alter Zwischensparrendämmung
(Grafik vergrößern)
  

(9.2.2016; Dach+Holz-Bericht) Auf Basis der aktualisierten DIN 4108-3 können nun neben dem bekannten Nachweisverfahren nach Glaser auch hygrothermische Simulationen, besser be­kannt unter den Namen WuFi oder DELPHIN, zum feuchtetechnischen Nachweis verwendet werden. Zusammen mit angepassten Rahmen­bedingungen, wie ...

  • einer von 60 auf 90 Tage verlängerten Tauperiode,
  • einer von -10°C auf -5°C abgemilderten Außentemperatur sowie
  • einem reduzierten Wasserdampfsättigungsdruck von 2.000 anstatt 2.340 Pascal,

... ergeben sich so weitere Optionen zur Sanie­rung von geneigten Dächern - darauf hat u.a. Bauder in Stuttgart aufmerksam gemacht.

Ekkehard Fritz, Bauder Fachbereichsleiter Steil­dach, erklärte im Rahmen der Dach+Holz, dass das Komplettsystem aus ...

  • der hagelsicheren BauderPIR-Wärmedämmplatte (WLS 023) auf den Sparren,
  • dem neuen, hautfreundlichen und elastischen Bauder Dämmvlies (WLS 038) zwischen den Sparren sowie
  • der plan(!) über die Sparren oder Holzschalung verlegten luftdichten BauderTex-Dampfbremse

... „das beste Dämmsystem ist, das wir je hatten.“ Zudem sei es eine ideale Ergän­zung bei vorhandener, alter Zwischensparrendämmung mit der „BauderPIR + 4-Sanie­rungsformel“ sowie der reinen BauderPIR Aufsparrendämmung.

Zur Erinnerung: Grundsätzlich sind Dachkonstruktionen luftdicht herzustellen. Die große Neuerung ist die wirtschaftliche Verlegung der luftdichten/dampfsperrenden Bahn, die aufgrund der neuen DIN 4108 bei einer Vollsparrendämmung einfach über den Sparren/Holzschalung verlegt wird - anstatt schlaufenförmig über den Sparren und unter der Zwischensparrendämmung.

Bauder Dämmvlies

Es juckt und kratzt nicht, kein Augenbrennen, Schutzkleidung ist nicht nötig - das sind die Vorteile beim Einbau der neuen hautsympathischen und allergikerfreundlichen Zwischensparrendämmung. Das Dämmvlies besteht zu 100% aus Polyesterfasern und lässt sich mit einem Wellenschliffmesser oder einer elektrischen Stichsäge zuschnei­den und passgenau zwischen die Sparren einbauen. Das aus der Bekleidungsindustrie bekannte Qualitätslabel „Textiles Vertrauen“ unterstreicht dies.

Das Vlies benötigt weder Flammschutz- noch Schimmelschutzmittel, und die Verbin­dung der Einzelfasern erfolgt mittels Wärme - also ohne chemische Zusätze. Das Vlies ist außerdem laut Bauder formaldehydfrei, resistent gegen Schimmel und Ungeziefer sowie ohne belastende Biozide, Weichmacher und Pestizide. Zusätzlich bietet es auf­grund seiner faserigen Struktur einen gewissen Schallschutz.

aufeinander abgestimmt

Mit WLS 023 und WLS 038 und luftdichter Schicht sind die Materialien der neuen Sa­nierungslösungen bauphysikalisch aufeinander abgestimmt. Dabei kann BauderPIR ab einer Dicke von 80 mm auf den Sparren mit 160 mm Dämmvlies zwischen den Sparren kombiniert werden. So lassen sich die Vorschriften der EnEV erfüllen, wie auch die deutlich schärferen KfW-Vorgaben.

Weitere Informationen zur Steildachsanierung mit BauderPIR, Dämmvlies und BauderTex können per E-Mail an Bauder angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: