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Zum Knicken gut: Aluminiumverbundplatten

(9.12.2015) Aluminiumverbundplatten unterscheiden sich gegenüber massiven Platten vor allem durch ihre Festigkeit und Biegesteifigkeit bei vergleichsweise geringem Flä­chengewicht. Diese Eigenschaften finden im Fahrzeugbau und in der Luftfahrt ihre An­wendung und sind sich auch bei Gebäudefassaden von Vorteil.

Zur Erinnerung: Wirkt eine Kraft zwischen zwei Auflagern lotrecht auf ein liegendes Werkstück, ergibt sich, statisch betrachtet, an der Oberseite eine Druck- und auf der Unterseite eine Zugzone. Beide gegeneinander arbeitenden Kräfte werden zur Mitte des Querschnitts geringer und neutralisieren sich in der sogenannten Nulllinie, weshalb in den äußeren Bereichen stabilere Materialien zum Einsatz kommen sollten. Dieses ar­beitsteilige Prinzip kennen Baufachleute vom Stahlbeton, bei welchem der Beton für die Aufnahme der Druck- und die Bewehrung zur Aufnahme der Zugkräfte zuständig ist, wie vom Doppel-T-Träger und anderen Profilen.

So erklärt es sich auch, dass Verbundplatten, wie beispielsweise Alucobond von 3A Composites, dank ihres dreischichtigen Aufbaus bemerkenswert biegesteif sind. Sie schüsseln nicht und bewahren auch unter Belastung eine hohe Formstabilität. Für die Architekten bedeutet das, dass mit Aluminiumverbundplatten ausgeführte Fassaden auch großflächig planeben und widerstandsfähig langlebig sind.

Die Be- und Verarbeitung, sprich die Form- und Kantbarkeit von Aluminiumverbund­platten wird durch ihren Aufbau gleichwohl nicht erschwert - sondern eher sogar ver­einfacht. Ob im CNC-Bearbeitungszentrum, auf der Platten- oder der Formatkreissäge, und selbst mit Handmaschinen auf der Baustelle - die Verbundplatten lassen sich mit Hilfe der Fräskanttechnik so bearbeiten, dass besonders sauber konturierte Fassaden­lösungen möglich sind.

Bei diesem Verfahren wird auf der Innenseite der Kantung eine durch die Form des Fräskopfes bzw. des Sägeblattes im Winkel definierte V-Fräsung vorgenommen, die lediglich die äußere Aluminiumdeckschicht stehen lässt:

An dieser V-Fräsung lässt sich das Werkstück dann akkurat kanten, denn gleich links und rechts der Kantung handelt es sich ja bereits wieder um ein stabiles Verbundma­terial. Diese Art der Kantung lässt sich über mehrere Meter derart präzise ausführen, dass an der Fassade klar definierte Gebäudegeometrien entstehen, die über viele Jah­re formstabil bleiben und auch kritischen Blicken im Streiflicht ohne weiteres stand­halten.

Weitere Informationen zum Kanten von Aluminiumverbundplatten können per E-Mail an 3A Composites GmbH angefordert werden.

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