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Test: Wasserfilter für den Küchengebrauch nicht empfehlenswert

Wasserfilter-Test
  

(26.4.2015) Die neun Wasserfilter im aktuellen Test der Stif­tung Warentest versprechen weicheres Wasser, weniger Kalk­beläge und mehr Teegenuss; überzeugen konnten sie die Tes­ter jedoch nicht. Vor allem scheitern sie an ihrer Hauptaufga­be, die Wasserhärte zu verringern. Bestenfalls am Anfang ge­lingt es ihnen, aus hartem Wasser weiches zu machen.  Den meisten Filtern gelingt es immerhin, Schwermetallgehalte deut­lich zu senken, einige auch chlororganische Verbindungen wie Rückstände von Pestiziden.

Für ihr Geld bekommen die Kunden insgesamt aber nicht allzu viel geboten, urteilen die Tester:

  • Drei der neun Tischfilter im Test waren „befriedigend“,
  • vier „ausreichend“ und
  • zwei „mangelhaft“.

Dabei schnitt keiner der acht Filter zwischen 10 und 34 Euro - hinzu kommen noch 3 bis 10 Euro pro Monat für eine Wechselkartusche - so schlecht ab wie das mit 185 Euro teuerste Modell EVA-Filter 700 PLC 7 l. Außerdem sollen sich in diesem Filter auf­grund seiner speziellen Konstruktion schnell zu viele Bakterien ansammeln.

Nur in der ersten Hälfte der Kartuschenlaufzeit machen wenige Filter das Wasser so weich, dass es für einen guten Tee reicht. Schon vor der zweiten Hälfte ist diese Wirkung dahin. Dann verhindern sie höchstens noch Teeschlieren. Das kann aber ein Spritzer Zitrone auch.

Wirklich weiches Wasser bekamen nur drei Filter verlässlich hin und das auch nur während des ersten Viertels ihrer Kapazität. „Reines Wasser macht Filter meist über­flüssig“, schreibt test und empfiehlt, Wasser so zu verwenden, wie es aus dem Hahn kommt. Geschmacklich würden allenfalls sensible Zungen Unterschiede in der Wasser­härte herausschmecken.

Der ausführliche Test Wasserfilter erschien in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 24.4.2015 am Kiosk) und ist unter test.de/wasserfilter kostenpflichtig abrufbar.

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