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ZDB freut sich über Bundestagsdebatte zum Meisterbrief

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes
Felix Pakleppa,  Hauptge­schäftsführer des Zentral­verbandes des Deutschen Baugewerbes
 

(7.12.2014) „Wir begrüßen die Initiative der Koalitionsfraktio­nen sehr, sich für den Erhalt des Meisterbriefs als Zulassungs­voraussetzung im Handwerk einzusetzen und weiteren Dere­gulierungsabsichten der Europäischen Union eine Absage zu erteilen. Das fordern wir schon lange.“ Mit diesen Worten kommentierte der ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa die Einbringung eines entsprechenden Antrages der Großen Koalition in den Bundestag - siehe  Baulinks-Beitrag dazu vom 1.12.2014.

„Wir hoffen, dass dieser Antrag mehr ist als ein reines Lippen­bekenntnis und dass ihm Taten folgen. Nun ist die Bundesre­gierung am Zug, im Rahmen der Transparenzinitiative keine weitere Aufweichung unserer dualen Ausbildung, die im Hand­werk auf der Meisterpflicht fußt, zuzulassen,“ ergänzt Paklep­pa.

Zur Erinnerung: Die Abschaffung der Meisterpflicht speziell im Fliesenlegerhandwerk hat in den vergangenen zehn Jahren zu einer Flut von Ein-Mann-Betrieben geführt, die sich vergleichsweise oft als Schein­selbstständige auf deutschen Baustellen betätigen und damit zu einem Einfallstor für Scheinselbständigkeit und Illegalität geworden sind.

„Hier fehlt ein wichtiger Absatz in dem Koalitionsantrag, nämlich die Aufforderung an die Bundesregierung, das Fliesenleger-, das Estrichleger- und das Betonstein- und Terrazzoherstellerhandwerk wieder in die Anlage A der Handwerksordnung aufzuneh­men, zumindest aber eine Mindestqualifikation dafür einzuführen. Man muss auch be­reit sein, offenkundige Fehler der Vergangenheit zu korrigieren,“ so die Forderung des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

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