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Nachhaltigkeitspreis 2014 geht u.a. an Miele, einen Plusenergiehof und Horst Köhler

(30.11.2014) Miele, Rauch Möbelwerke und der Pflanzen­schutzmittelhersteller W. Neudorff sind „Deutschlands nach­haltigste Unternehmen 2014“. Bei den Städten setzten sich Dortmund, Ludwigsburg und Furth (Bayern) durch. Zu den Laudatoren des 7. Deutschen Nachhaltigkeitspreises, der am 28.11. in Düsseldorf vergeben wurde, gehörten Kanzleramts­chef Peter Altmaier und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

  • „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2014“ ist Miele. Der Gütersloher Elektrogerätehersteller kann laut Jury mit einem nachhaltigen Produktportfolio aufgrund jahrzehntelanger kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit aufwarten.
  • Die Rauch Möbelwerke, das „nachhaltigstes Unternehmen mittlerer Größe“, bezieht seine Rohstoffe aus Deutschland und setzt auch bei der Zertifizierung seiner Produkte ein Zeichen über die Grenze der Branche hinaus.
  • Unter den kleinen Bewerbern überzeugte der Pflanzenschutzmittelhersteller W. Neudorff. Das Unternehmen gilt als Pionier der Nachhaltigkeit in der Agroche­mie-Branche und setzt vorwiegend auf natürliche Wirkstoffe und nachwachsen­de Rohstoffe.
  • „Nachhaltigste Marke“ wurde Europas größtes Fairtrade-Unternehmen GEPA - The Fair Trade Company als Wegbereiter für Fairtrade-Standards durch ein vorbildliches Geschäftsmodell und hervorragende Markenführung.

Der Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“

... wurde zum zweiten Mal von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) vergeben und ging in diesem Jahr an HOF8 - Der Plusenergiehof im Taubertal. Die Wiederverwendung vorhandener oder Nutzung neuer Materialien regionaler Herkunft, das Energiekonzept eines Plusenergiehauses mit Versorgung durch erneuerbare Energien sowie der effi­ziente Umgang mit Ressourcen sind ökologisch beispielhaft umgesetzt und tragen zur Optimierung der Lebenszykluskosten bei - siehe ergänzend auch Baulinks-Beitrag „Elb­arkaden, Plusenergiehof und Krankenhausgelände für Nachhaltigkeitspreis nominiert“ vom 28.9.2014:


HOF8 - Der Plusenergiehof im aubertal; Foto: M. Klärle (Bild vergrößern)

Unter den nominierten Großstädten setzte sich die Ruhrmetropole Dortmund dank ei­nes beispielhaften Strukturwandels und vorbildlicher Maßnahmen im Bereich der Inte­gration durch. Bei den Städten mittlerer Größe punktete die baden-württembergische Barockstadt Ludwigsburg mit dem nachhaltigkeitsorientierten Umbau ihrer Verwal­tungsstruktur und beim Thema Bürgerbeteiligung. Als „Deutschlands nachhaltigste Gemeinde“ wurde Furth bei Landshut für eine Entwicklungsstrategie ausgezeichnet, die sich konsequent am Nachhaltigkeitsgedanken ausrichtet. Die Sieger erhalten von der Allianz Umweltstiftung eine Fördersumme von jeweils 35.000,- Euro zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten.

Mit dem Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2014 zeichnete die Stif­tung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Bundespräsident a.D. Horst Köhler als Führsprecher globaler nachhaltiger Entwicklung zur Bekämpfung von Armut und sozia­ler Ungerechtigkeit vor allem in benachteiligten Regionen der Erde aus. Der britische Schauspieler Colin Firth und seine Frau Livia (siehe Wikipedia) wurden als glaub­würdige Vorbilder für soziales und ökologisches Engagement prämiert. Die Sängerin Nelly Furtado erhielt einen Preis für ihren vorbildlichen humanitären Einsatz, der vor allem jungen Frauen in Ostafrika zugute kommt.

Weitere Auszeichnungen gingen an ...

1.200 geladene Gäste gingen im Maritim Hotel Düsseldorf über den roten Teppich der Zukunft: Akteure der Green Economy und Prominente aus Politik, Forschung und Me­dien. Musikalische Höhepunkte des festlichen Abends waren die Auftritte von Andre­as Bourani, José Feliciano und Nelly Furtado. Durch den Abend führte der Initiator des Preises, ZDF-Wissenschaftsjournalist Stefan Schulze-Hausmann.

siehe auch für zusätzliche Informationen: