Redaktion  || < älter 2014/1191 jünger > >>|  

Temporäre Interventionen im öffentlichen Raum im zweiten „RAUMaufZEIT“-Band

(13.7.2014) Temporäre, also vorübergehende Architekturpro­jekte werden in der Stadtentwicklung als Konzepte der Zwi­schennutzung begriffen. Reicht das noch aus? Oder ist ein veränderter Blick auf die Planungskultur nötig, der auch das Experimentelle, die Bespielung öffentlicher Räume und das In­formelle einbezieht und ernst nimmt? Dafür plädiert Hille von Seggern, eine renommierte Architektin und Stadt- und Frei­raumplanerin, im Geleitwort des soeben erschienenen zwei­tenBandes der Reihe „RAUMaufZEIT“.

Schnittstelle von Kunst, Architektur und Stadtplanung

Das Buch von Professoren der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alf­ter bei Bonn und der RWTH Aachen zeigt „Temporäre Interventionen im öffentlichen Raum“. Dabei werden Kunst, Architektur und Stadtplanung zusammengebracht. Wil­lem-Jan Beeren und Florian Kluge, Professoren im Fachbereich Architektur an der Ala­nus Hochschule, präsentieren gemeinsam mit ihrem Kollegen Ulrich Berding von der RWTH Aachen zahlreiche Interventionen, die sie in den vergangenen Jahren durchge­führt haben, um öffentlichen Raum zu untersuchen und zu gestalten. Zu sehen sind u.a. ...

  • die Metamorphose einer Imbissbude durch 2.000 Dachlatten,
  • die Entstehung eines fünf Meter hohen Kubus aus 1.500 Bierkisten sowie
  • die Illumination einer dunklen Unterführung durch hunderte Knicklichter.


Temporäre Intervention „kistenweise“. Das Projekt wurde durchgeführt im Auftrag der Stadt Paderborn im Rahmen des Projektes „Baukultur in der Praxis“ (c) Willem-Jan Beeren (Bild vergrößern)

Mit ihren „Eingriffen“ erzielen die Autoren in ihrer Rolle als Planer, Architekten und Künstler vorübergehende Effekte, die den Dialog mit Passanten eröffnen und Erkennt­nisse über den Raum bringen wollen. Das Buch zeigt eine Vielzahl von Ideen, Orten und Methoden, dokumentiert durch großformatige Abbildungen und skizzenhafte Pro­jektbeschreibungen. Einige der Aktionen wurden im Rahmen von Lehrveranstaltungen gemeinsam mit Studenten der Fachbereiche Architektur der Alanus Hochschule und der RWTH Aachen erarbeitet und durchgeführt. In einer Einführung entwirft Daniela Karow-Kluge, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen, eine Grundlage für die Auseinandersetzung mit temporären Raumsituationen in Praxis und Theorie.

Die bibliographischen Angaben:

  • Raum auf Zeit: Temporäre Interventionen im öffentlichen Raum
  • von Willem-Jan Beeren, Ulrich Berding und Florian Kluge
  • 164 Seiten
  • ISBN 978-3-00-045981-8
  • erhältlich u.a. bei Amazon

siehe auch für zusätzliche Informationen: