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Bundesrechnungshof findet jede Menge krebserregendes Material in Straßen


  

(5.5.2014) Bei Straßenerneuerungen wird vielerorts krebser­regendes Material verwendet - dies kritisiert der Bundesrech­nungshof in von der Bundesregierung als Unterrich­tung (Drucksache 18/1220) vorgelegten Prüfergebnissen. Demnach enthalten Straßen krebserregende teer- oder pechhaltige Bindemit­tel, die bei Straßenerneuerungen wiederverwendet würden. „Das ist weder ökologisch noch wirtschaftlich sinnvoll“, schreiben die Prüfer. Statt­dessen sei es durchaus möglich, die krebserregenden Substanzen nahezu rückstands­frei zu verbrennen.

Die Gesamtmenge der als gefährlicher Abfall eingestuften Substanzen liegt bei etwa 1.000 Mio. t. „Bei jeder Wiederverwertung vermehrt sich die kontaminierte Menge, wenn sich der alte Straßenaufbau mit bisher unbelasteten Schichten ver­mischt, um über 30 Prozent“, schreibt der Rechnungshof, der einigen Bundesländern überdies vorwirft, ihren krebserregenden Abfall in Bundesstraßen einzubauen. Dies führe zu künftigen finanziellen Mehrbelastungen des Bundes, weil dieser für Wiederaufarbei­tung oder Entsorgung zuständig sei. „Gegenwärtig droht, dass die kontaminierte Ab­fallmenge ständig steigt und der Bundeshaushalt in Zukunft immer höher belastet wird“, warnen die Prüfer.

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