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IBA Konferenz „Ressource : Thüringen“ am 21. November: Eine Region als Rohstoff


  

(10.11.2013) Die Thüringer Ressourcen als Grundlage für Neu­es stehen im Mittelpunkt der ersten Fachkonferenz der Inter­nationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen. Die IBA Konferenz „Ressource : Thüringen“ findet am Donnerstag, den 21. No­vember in Erfurt statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

  • Was wird als Ressource wahrgenommen?
  • Und welche Ressourcen werden für die Zukunft Thüringens benötigt?

Die IBA Konferenz will Fragen wie diesen nachgehen. Mögliche Antworten sind z.B. ...

  • die Vielfalt der Thüringer Kulturlandschaften und
  • die stadtlandschaftlichen Netze,
  • die baukulturellen Kompetenzen und
  • die natürlichen Schätze,
  • die Initiative der Akteure und
  • die Offenheit für neue Impulse
  • die Dezentralität der Strukturen und
  • das Bewusstsein für Regionalität wie auch
  • die Vernetzung mit der globalen Welt.

Wirtschaftsminister Matthias Machnig will zum Konferenzauftakt über ökologische Wirtschaftspolitik sprechen.  Ausgewiesene Experten aus den Bereichen Energiepolitik, demografischer Wandel, Klimawandel, Stadt- und Raumplanung sowie Regionalent­wicklung beteiligen sich darüber hinaus als Referenten an der Konferenz.

Zum Kreis der überregionalen Referenten und Diskussionsteilnehmer gehören z.B. ...

Zudem sollen Experten von Stiftungen und Instituten das Konferenzprogramm berei­chern. Thüringer Fachleute u.a. aus den Thüringer Ministerien sowie von der Bauhaus-Universität Weimar, der FH Erfurt und FH Nordhausen sind ebenfalls eingebunden.

Ausgangslage Thüringen

Thüringen ist weder Metropole noch Peripherie: Thüringen ist geprägt durch ein histo­risch gewachsenes, kleinteiliges und dezentrales Netz aus Dörfern, kleinen, mittleren und größeren Städten, eingebettet in abwechslungsreiche Landschaftsräume. Erfurt und Jena ragen mit Einwohnerzahlen über 100.000 Einwohnern aus dem Thüringer Siedlungsnetz heraus und bilden zusammen mit Weimar den Kern der Thüringer Städ­tekette.

  • Nur 33 Städte haben mehr als 10.000 Einwohner,
  • 65% der Gemeinden weisen weniger als 1.000 Einwohner auf,
  • rund 50% der Thüringer leben in Gemeinden unter 1.000 Einwohnern.

Die IBA Thüringen versteht das gesamte Land als ihren Handlungsraum und bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwischen dem Erhalt der Werte der Thüringer Kulturland­schaft und dem aktiven Gestalten ihrer fortwährenden Veränderung. Gefragt ist ein langfristig tragfähiges Beziehungssystem von Stadt und Land.


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Aber nicht nur die Siedlungsräume sollen sich verändern; auch neue Produktionsland­schaften für erneuerbare Energien und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten insbeson­dere durch eine dezentral aufgebaute und lokal verankerte Energieerzeugung sollen entstehen.

In den Thüringer Siedlungsräumen steht der Umgang mit dem Gebäudebestand im Vor­dergrund: rund 78% des heutigen Gebäudebestands ist vor 1990 entstanden. Und Thüringen steht vor großen Veränderungsprozessen:

  • punktuelles Bevölkerungswachstum und übergeordnetes Schrumpfen,
  • Alterung der Bevölkerung und
  • veränderte Lebensstile sind die bekannten Stichworte.

Gab es im Jahr 2012 noch 2,2 Millionen Thüringer, werden es im Jahr 2030 nur noch 1,8 Millionen sein. Bei einer kleinräumigeren Betrachtungsweise zeigt sich in Thüringen ein dichtes Nebeneinander von vielen schrumpfenden, einigen stabilen und sehr weni­gen wachsenden Regionen.

10 Jahre IBA Thüringen

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen will in den kommenden zehn Jahren innovative Antworten auf zentrale Zukunftsfragen in Thüringen entwickeln. Die Leit­themen der IBA Thüringen sind die großen Herausforderungen der Energiewende und des demografischen Wandels sowie soziokulturelle und finanzielle Veränderungsprozes­se in ihren baulich-räumlichen und landschaftlichen Auswirkungen. In diesem inhaltli­chen Kontext will die IBA Thüringen Werte, Normen und Standards hinterfragen und modellhafte Lösungsansätze entwickeln und Projekte umsetzen, die Maßstäbe für ein zukunftsfähiges Handeln setzen. 2013 ist das Auftaktjahr der IBA Thüringen.

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