Redaktion  || < älter 2013/0439 jünger > >>|  

150 Jahre Rauhfaser: Von der Holzfaser zur limitierten Verkaufsaktion

(7.3.2013 FAF 2013-Bericht) 2013 steht bei Erfurt & Sohn voll und ganz im Zeichen der Rauhfaser. Das Wuppertaler Familienunternehmen feiert die 150-jährige Geschich­te der bekannten überstreichbaren Tapete. Anlässlich dieses Jubiläums lanciert der Hersteller vom 6. März bis 14. April 2013 eine limitierte Verkaufsaktion im Sonder-Re­trokarton - mit 20% mehr Tapete.

Die Anfänge: Von der Holzfaser zum Verkaufsschlager

  Hugo Erfurt, der Erfinder der Rauhfaser
  Hugo Erfurt, der Erfinder der Rauhfaser
  

Erfunden wurde die Rauhfasertapete 1864 von dem Apotheker Hugo Erfurt, einem Enkel des Unternehmensgründers Friedrich Erfurt. Auf der Suche nach einem Velours-ähnlichen Material färbte er Holzfasern ein und entwickelte so ein Papier für die Wand mit Struktur. Nach anfänglich handwerklicher Fertigung folgte bald die maschinelle. Zunächst nur für die Gestaltung von Schaufenstern verwendet, boomte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Verkauf an Privatleute. Der Grund: Durch die individuelle Überstreichbarkeit eröffnete die Rauhfasertapete neue Möglichkeiten des Raumdesigns. In den achtziger Jahren erlebte der raue Wandbelag eine regelrechte Renaissance und ist seit dieser Zeit ein Klassiker im Bereich der kreativen Wand­gestaltung.

Rauhfaser heute: So vielfältig wie nie

Die Entwicklung der Rauhfaser hat das Unternehmen über die Jahre geprägt. Auch heute liegen überstreichbare Tapeten voll im Trend - sowohl in Bezug auf Wohnge­sundheit und Nachhaltigkeit, als auch in der Produktvielfalt. Das Angebot reicht ...

  • von der klassischen Rauhfaser mit kleinen, mittleren und großen Strukturen
  • über das in Wandklebetechnik zu verarbeitende Rauhvlies
  • bis hin zu den neuartigen Rauhvlies Designs „Swing” und „Stripes”, die mit au­ßergewöhnlichen Wellen- oder Liniendesigns moderne Wanddesigns ermöglichen:

Gesundheitlich ist Rauhfasertapete unbedenklich: Da die Herstellung ohne Lösungs­mittel, Weichmacher oder PVC und unter hauptsächlicher Verwendung von Recycling­papier erfolgt, ist der zeitlose Wandbelag schadstofffrei, diffusionsoffen, feuchtig­keitsregulierend und sogar kompostierbar.

20 Prozent mehr

Zur Feier dieser Erfolgsgeschichte der Erfurter-Rauhfaser bie­tet das Wuppertaler Familienunternehmen bis zum 14. April 2013 eine limitierte Zugabeaktion: Unter dem Motto „150 Jah­re | 150 Meter“ wird die 125 Meter-Großrolle bei gleichbleiben­dem Preis auf 150 Meter verlängert, was einem Vorteil von 20 Prozent gleichkommt. Der Vertrieb erfolgt in einem Sonder-Re­trokarton mit dem Konterfei Hugo Erfurts. Die Verkaufsaktion wird zusätzlich durch Aufsteller im Maler-Großhandel unter­stützt.

Ausblick: Zukunft im Zeichen des Fortschritts

Auf der Suche nach Fortschritt und Weiterentwicklung hat das Unternehmen das „Erfurt-laboratory” ins Leben gerufen: ein Labor, in dem Experimente rund um ehemalige, aktuelle und zu­künftige Erfurt-Produkte geplant sind. Getestet werden unter anderem neue Materia­lien und Materialzusammensetzungen, Anwendungen - auch Zweckentfremdungen - sowie Anwendungstools. Das Erfurt-laboratory startet mit einem fünftägigen Work­shop unter der Leitung von Professor Axel Kufus und Jörg Höltje vom InterInstitut Berlin, bei dem die sinnlichen Qualitäten der Rauhfaser experimentell ausgelotet und eine Vielfalt neuer Anwendungen und Anmutungen erprobt werden sollen. Filmisch begleitet wird das Projekt von einem Team mit zwei Regisseuren, vier Designern und einem Kameramann. Unter Verwendung von 25 Kilometern Rauhfaser werden sie filmi­sche Shortcuts erstellen, die über diverse Kanäle wie zum Beispiel die Erfurt-Home­page, Youtube und Facebook gestreut werden - siehe z.B.:

Loading the player ...
 

Das Projekt Erfurt-laboratory soll zukünftig als reales und virtuelles Forum für diverse Kreativleistungen etabliert werden. So zeigt sich das Unternehmen auch mit 185 Jah­ren topaktuell und mit innovativen Produktideen erfrischend nah am Puls der Zeitge­schichte.

Weitere Informationen zu Rauhfasern können per E-Mail an Erfurt angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: