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Unilever-Zentrale am Strandkai: Sonnenschutzglas optimiert die Energiebilanz

(25.8.2010) Direkt am Ufer der Elbe wächst die HafenCity Hamburg. Beim derzeit größten innerstädtischen Bauprojekt Europas entstehen moderne und nachhaltige Gebäude. Exemplarisch ist das Unilever-Haus aus der Feder des Architekturbüros Behnisch: Dominant wie ein "Ocean Liner" liegt die neue Firmenzentrale des Konsumgüter-Produzenten am Standkai 1 (siehe Google-Maps). Im Sinne des Klimaschutzes und der gewünschten Gebäude­transparenz hat am Strandkai das ipasol-Sonnenschutzglas von Interpane einerseits für hohe Tageslichttransmission zu sorgen - und so die Beleuchtungskosten im Inneren senken; andererseits sind die Räume vor dem Aufheizen bei intensiver Sommersonne zu schützen - was wiederum den Aufwand für Klimatisierung reduziert. Auf sieben Etagen und 30.000 m² sollten so 1.200 Mitarbeiter viel Raum für sonnige Interaktion und entspannte Kommunikation haben.


Fotos: Interpane (Bild vergrößern)

Zwischen Speicherstadt und Elbe wächst auf 157 Hektar ein neues eigenständiges Stadtviertel aus Wohnanlagen, Bürogebäuden, Einkaufszentren, Restaurants und Freizeitangeboten - die Hamburger HafenCity. Noch bis in die 2020er Jahre wird der Wachstumsprozess dauern – insgesamt entstehen mehr als 40.000 neue Arbeitsplätze (siehe auch Beitrag "HafenCity Hamburg - Modell einer europäischen Stadt des 21. Jahrhunderts" vom 12.10.2005).

Ein neues architektonisches Highlight in der Skyline ist die neue Unilever-Zentrale für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Optik des Gebäudes will an die in unmittelbarer Nachbarschaft ankernden Kreuzfahrtschiffe erinnern. Innen vermittelt das Bauwerk ein durch die enorme Transparenz hervorgerufenes Gefühl von Offenheit und Freiheit. Die umlaufende ipasol Sonnenschutzglas-Fassade begünstigt dieses Konzept durch eine hohe Tageslichttransmission, kann aber gleichzeitig vor zu hoher Erwärmung bei intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Kleine Einzelbüros gibt es kaum: Brücken und Treppen verbinden die Trakte, konferiert wird in so genannten "meeting points", die sich auf jeder Etage befinden - und so die Kommunikation zwischen Mitarbeitern positiv beeinflussen. Ein Atrium ist das Herz des Gebäudes: Als Kommunikations-Treffpunkt steht es sowohl Mitarbeitern als auch Besuchern offen - ein Konzept, das die Unilever-Firmenphilosophie "Offenheit, Vitalität und Lebensqualität" unterstreichen soll.

Ausgezeichnet für Nachhaltigkeit

  • Das goldene Umweltzeichen der HafenCity Hamburg GmbH,
  • der WAF Award (World Architecture Festival Award) und
  • der internationale Bex Award (Building Exchange Award)

... belegen die nachhaltige und architektonische Klasse des Bauwerks. In der Fassade optimiert ipasol Sonnenschutzglas die Energiebilanz: In warmen Monaten minimiert es die Klimatisierungskosten, in kalten sorgt es mit einem Dämmwert von 1,1 W/m²K (nach EN 673) dafür, dass die Wärme im Inneren bleibt.

Zum Energiekonzept gehört beispielsweise auch die Beleuchtung der Arbeitsplätze mit LED-Technik. Dadurch liegt der Stromverbrauch um bis zu 70 Prozent niedriger als mit Halogenlampen. Und weil durch die Nähe zum Kreuzfahrtterminal die Emissionen von Schiffsmotoren zu berücksichtigen sind, sahen die Planer eine besondere Lüftung vor - nämlich ein Hybridsystem: Die Grundbelüftung erfolgt mechanisch über einen Druckluftboden. Zuluft wird über ein Filtersystem in die Büros geleitet und von dort aus ins Atrium, wo die Luft aufsteigt. Wärmetauscher im Dach minimieren dort Wärmeverluste.

"Kokon" schützt die Glasfassade

Die im rauen Seeklima aufgewirbelten Tröpfchen können die Fassade verunreinigen. Um sie zu schützen, aber auch aus Designgründen, ist ihr eine einlagige, volltransparente Kunststoffhülle vorgesetzt. Dies unterstützt die Schiffs-Assoziation, die ein Betrachter des Gebäudes haben soll: Bei entsprechenden Wetterbedingungen bläht sie sich auf wie ein Segel und rauscht im Wind. Sie ermöglicht außerdem, dass die Konstruktion nicht - aus Brandschutzgründen - horizontal geschottet werden muss, wie das bei einer Doppelfassade der Fall wäre. Der Fassadenzwischenraum ist belüftet und kann so zur angenehm zuglosen Frischluftzufuhr bei geöffneten Fenstern genutzt werden.

Tageslicht und Wohlfühl-Temperaturen - ganzjährig

Neutrale Durchsicht, viel Tageslicht und hoher Sonnenschutz - das sind speziell die Stärken der ipasol neutral Sonnenschutzfassade. Sie ist zweiteilig aufgebaut: Im Erdgeschoss lässt die groß dimensionierte Verglasung in einer Pfosten-Riegel-Konstruktion viel Licht ins Gebäude. Weil die spiegelnde See besonders in den Sommermonaten den Lichteinfall und auch die Erwärmung über die Fassade stark erhöhen würde, entschieden sich die Planer hier für ipasol neutral 50/27: Schon 50 Prozent Tageslicht­transmission sorgen durch die großformatigen Scheiben und die besondere Lichtintensität für helle Innenräume. Der besonders niedrige Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert = 27 Prozent nach EN 410) schützt zudem effektiv vor dem Aufheizen der Räume bei hoher Sonnenintensität. Das neutrale Glas ermöglicht zudem einen praktisch unverfälschten Blick aus den Büros auf Elbe und HafenCity.

Ab der ersten Etage aufwärts wird die Glasfassade gegen die raue Seeluft durch einen vorgelagerten "Kunststoffkokon" geschützt. Weil auch die filigrane Hülle, trotz hoher Transparenz, den Lichtdurchlass mindert, entschieden sich die Planer hier für ipasol neutral 70/39. Die hohe Lichtdurchlässigkeit (tL = 70 %) maximiert die Tageslichttransmission. Der g-Wert von 39 Prozent ist in Verbindung mit dem das Gebäude umhüllenden "Kunststoffsegel" ausreichend niedrig. Im Winter sorgt der Ug-Wert von 1,1 W/m²K (nach EN 673) für effektive Wärmedämmung. An einigen Gebäudeteilen schützt zusätzlich eine als Verbundsicherheitsglas ausgeführte Schallschutzglas-Kaltfassade vor erhöhter Geräuschbelastung.

Weitere Informationen zu Sonnenschutzverglasungen können per E-Mail an Interpane angefordert werden.

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