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Autonomer Wasserzähler mit Batteriespeisung

(2.3.2009) Krohne stellt eine neue Generation von Wasserzählern mit Langzeit-Batteriespeisung vor: der Waterflux 3070 ist ein magnetisch-induktiver Wasserzähler für Standardanwendungen im Wasser- und Abwasserbereich. Er soll sich durch eine sehr lange Batterielebensdauer von 15 Jahren auszeichnen. Dadurch eignet er sich vor allem für Messstellen, bei denen kein Anschluss an ein Stromnetz vorhanden oder möglich ist. Optional kann der Waterflux 3070 auch mit einem GSM-Modul zur Fernübertragung der Messdaten und Statusinformationen betrieben werden. Krohne will das neue Gerät auch auf der Fachmesse WasserBerlin Ende März vorstellen.

Waterflux 3070

Dank bemerkenswert kurzer Ein- und Auslaufstrecken kann der Waterflux 3070 auch in engen Brunnen und Schächten installiert werden. Er lässt zudem eine höhere Messgenauigkeit für die Abrechnung der Wassermengen erwarten. Mechanischen Wasserzählern sei der Waterflux 3070 nämlich als magnetisch-induktiver Wasserzähler in Bezug auf Druckverlust und Langzeitstabilität weit überlegen. Er verspricht darüber hinaus Preisvorteile bei großen Nennweiten, da im Vergleich zu den mechanischen Zählern die Kosten für die teilweise notwendigen Filter, Gleichrichter sowie Wartungs- und Reinigungsarbeiten entfallen würden.

Das Herzstück des Waterflux ist das Messrohr mit einem rechteckigen Querschnitt, der verschiedene Vorteile bietet: Die Spulen konnten so angeordnet werden, dass ein starkes, homogenes Spulenmagnetfeld entsteht und die Messung damit unabhängig vom Strömungsprofil wird. Dies ermöglicht auch die kurzen Ein- und Auslaufstrecken. Durch die optimierte Wandstärke des Messrohrs würden elektrische Wirbelströme minimiert. Der daraus resultierende niedrige Signalrauschabstand soll eine hochgenaue Messung (±0,2% ±1,5mm/s) ermöglichen. Das Messrohr selbst wird für eine hohe Form- und Druckstabilität aus Aluminium gegossen und mit einer Beschichtung aus Rilsan versehen, die für Trinkwasser zugelassen ist:

Für den Betrieb ist elektrische Energie notwendig. Bei entlegenen Messstellen ist jedoch in vielen Fällen ein Anschluss an das Stromnetz nicht möglich. Der Waterflux 3070 soll dank der im Messumformer IFC 070 integrierten Batterie 15 Jahre lang ohne Batteriewechsel praktisch wartungsfrei betrieben werden können und somit für sehr geringe Wartungskosten sorgen. Diese lange Lebensdauer wird durch eine Sensorkonstruktion möglich, die zu einem sehr geringen Stromverbrauch der Komponenten des Waterflux 3070 führt. Durch den Einsatz moderner Technik sei er um den Faktor 5.000 niedriger ist als bei konventionellen magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräten.

Wenn kein Stromnetz vorhanden ist, fehlt meist auch die Verkabelung an das Leitsystem. Daher ist der Anwender bei weit abgelegenen Wasserquellen, Brunnen oder Netzwerkübergabestellen auf Datenfernübertragung angewiesen. Beim Waterflux 3070 können Datalogger und GSM-Sender als kompaktes Modul optional geordert werden. Der Datalogger speichert alle Durchflussdaten einschließlich Spitzenwerten und den Niedrig-Durchflüssen während der Nachtstunden. Die Fernübertragung erfolgt per GSM-Netz zum nächsten Funkmast und von dort auf einen Server, den der Anwender abfragen kann.

Die Funktionen des Waterflux 3070 beinhalten mehr als nur die genaue Messung des Durchflusses, sie signalisieren unter anderem den Ladezustand der Batterie und auch den Leerlauf des Rohres. Der Waterflux 3070 entspricht den Anforderungen des eichpflichtigen Verkehrs nach OIML R-49 und MI-001.

Das Gerät ist verfügbar in Nennweiten von DN 25 bis DN 600. Anstelle des batteriebetriebenen IFC 070 kann der Waterflux auch mit den Messumformern IFC 100 und IFC 300 ausgerüstet werden. Somit profitieren auch jene Branchen von den Vorteilen des Sensor-Designs, die üblicherweise an allen Messstellen über Netzspannung verfügen.

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