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BGW: „SPIEGELs Wasserpreistabelle vergleicht Äpfel mit Birnen.“

(2.6.2007) Die von SPIEGEL ONLINE veröffentlichte Preistabelle versucht den Eindruck zu erwecken, als ob sich in den Wasserpreisen eine überall identische Dienstleistung widerspiegeln würde. Da diese überall identisch sei, dürfe es keine Preisunterschiede geben, so die Argumentation des Mediums. Dem ist nicht so. Das bestätigt ebenfalls der SPIEGEL ONLINE-Bericht, wenn darin von "nachvollziehbaren Gründen für Preisunterschiede" die Rede ist. Damit gibt die Redaktion zu, dass sie Äpfel mit Birnen vergleicht - so der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V. (BGW).

Wasser ist das Lebensmittel Nr.1. Es stellt nach Bundestagsbeschluss ein natürliches Monopol dar. Gerade deshalb unterliegen die Wasserpreise bereits heute einer doppelten Kontrolle:

  • Erstens dürfen nur die durch die Wasserbereitstellung entstandenen Kosten an die Kunden weiterberechnet werden. Grundlage dafür ist das Kostendeckungsprinzip.
  • Zweitens wird die Preisbildung von Kommunen und Behörden überwacht.

Wenn in zwei benachbarten Städten Wasserpreise deutlich voneinander abweichen, dann liegt es insbesondere an unterschiedlichen Kostenstrukturen, Versorgungsgebieten, Wasserressourcen und Verbrauchermengen. Lokal und regional unterschiedlich sind ...

  • die Arten der Gewinnung von Wasser aus Grund-, Quell-, und Oberflächenwasser,
  • die Aufbereitung,
  • Netze und Anlagen sowie
  • der Umwelt- und Gewässerschutz.

Hinzu kommen unterschiedliche rechtliche Vorgaben der Bundesländer sowie der zuständigen Gesundheits- und Wasserbehörden. Ein weiterer Kostenfaktor sind unterschiedlich hohe staatliche Sonderabgaben, diese können bis zum Faktor 10 differieren.

Der demografische Wandel trägt ebenfalls zur Kostenbelastung bei. Weniger Verbraucher bedeuten, dass die Kosten auf weniger Kunden umgelegt werden und damit ein Verbraucher mehr zahlen muss. Diese Tatbestände sind den Kartellbehörden bekannt.

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