Redaktion  || < älter 2004/1259 jünger > >>|  

Dachformen für geneigte Dächer

Das Satteldach ist die verbreiteste Dachform. Die zeitlose Konstruktion wird als Sparren- oder Pfettendach ausgeführt - beide Versionen sind sowohl architektonisch wie auch konstruktiv bewährt und etabliert. Zu den zahlreichen Varianten zählen Satteldächer mit gleichen oder unterschiedlichen Dachneigungen bzw. Traufhöhen. Dachform: Satteldach
Das Pultdach ist eine eher funktionale Dachform: Vielfach wurden Pultdächer für Nebengebäude, einfache Bauten, Produktions- oder Lagerstätten verwendet. Erst in den vergangenen Jahren wurden aus zusammengesetzten Pultdächern auch mal reizvolle Dachlandschaften gebildet. Pultdächer wurden lange Zeit meist zur Wetterseite hin orientiert, um Wind, Regen und Schnee abzuschirmen; an der Sonnenseite ergaben sich dadurch wiederum große Fensterflächen. Inzwischen werden aber immer häufiger Pultdächer nach Süden ausgerichtet, um Platz für möglichst viele Photovoltaik-Module in idealer Neigung und Orientierung zu haben. Dachform:
Das Zeltdach ist eine vergleichsweise seltene Dachform, da es praktisch nur auf einem quadratischen oder annähernd quadratischen Grundriss errichtet werden kann. Bei dieser Dachform ist die Rundum-Symmetrie das beherrschende Element: klare und bestimmende Flächen und Kanten, die in einem Firstpunkt enden. Steile Zeltdächer auf Türmen wirken wie Fingerzeige und Orientierungspunkte in der Landschaft oder Stadtsilhouette. Dachform: Zeltdach
Das Walmdach gehört zu den ältesten Dachformen und vermittelt einen Ureindruck der menschlichen Behausung. Es unterstreicht die Schutzfunktionen des Daches und gibt dem Haus ein repräsentatives Aussehen. Mit Gauben können die Akzente des Walmdaches zusätzlich unterstrichen werden. Dachform: Walmdach
Auch das Krüppelwalmdach hat eine lange historische Tradition. Es wurde dort eingesetzt, wo eine Giebelwand an der exponiertesten Stelle, dem First, geschützt werden musste. Das Krüppelwalmdach bietet eine eigenständige Optik. Die Dachform wird auch heute noch gern dort gewählt, wo Giebel vor rauher Witterung geschützt werden sollen. Dachform: Krüppelwalmdach
Das Mansarddach wurde im 17. Jahrhundert in Paris aus der Not geboren, als die Anzahl der Vollgeschosse aus städtebaulichen Gründen vorgeschrieben war: Durch das Mansarddach konnte man praktisch ein weiteres Vollgeschoss im Dach unterbringen. Obwohl die Ursprungsbedingungen zumeist nicht mehr gegeben sind, werden auch heute noch Mansarddächer gebaut. Sie sichern die größtmögliche Ausnutzung der Dachfläche. Durch diese Dachform werden die Schrägen wesentlich kürzer, die Abseiten als Stellfläche optimal nutzbar. Dachform: Mansarddach

Bilder:

zumeist jüngere Beiträge, die auf diesen verweisen:

ausgewählte weitere Meldungen: