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Preisanpassung bei Polyurethan-Rohstoffen von Bayer MaterialScience

(1.6.2004) Die Nachfrage nach dem Polyurethan-Rohstoff Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) ist weltweit außergewöhnlich stark gestiegen und wird allen Prognosen zufolge auch weiterhin zunehmen. Anhaltende Kostensteigerungen, vor allem für petrochemische Rohstoffe und Energien, haben zu einer sehr unbefriedigenden Margenentwicklung für die Bayer MaterialScience AG, dem weltweit führenden Hersteller von MDI, geführt. Die Ergebnislage könne demnach trotz einer Vollauslastung der Kapazitäten und umfangreicher Maßnahmen zur Effizienzsteigerung nicht verbessert werden. Um die nötigen Investitionen für eine dauerhafte Bedienung der steigenden Nachfrage tätigen zu können, wird Bayer MaterialScience nun zum 1. Juni 2004 in Europa die Preise für MDI für Commodity-Anwendungen um bis zu 0,40 Euro/kg und für System-Anwendungen um maximal 0,30 Euro/kg anheben. Laufende Vertragsverpflichtungen werden bei den Preisanpassungen berücksichtigt. Die beschriebene Maßnahme betrifft sowohl Polymer- als auch Monomer-Typen.

MDI wird als Rohstoff vor allem zur Produktion von Polyurethan-Hartschaum verwendet, der als Wärmedämm-Werkstoff im Baubereich und zur Wärmeisolation von Kühlschränken sowie in der Automobil- und der Schuhindustrie und in CASE-Anwendungen eingesetzt wird.

Außerdem: Auch die Preise für Toluylen-Diisocyanat (TDI), einen weiteren wichtigen Polyurethan-Rohstoff, werdem um 0,10 Euro/kg erhöht. TDI wird vor allem zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum eingesetzt, der in großen Mengen zur Produktion von hochwertigen Polstermöbeln, Matratzen und Autositzen verwendet wird.

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