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100 Jahre BDA

(21.6.2003) "In diesem schönen Hotel habe ich eben den Bund deutscher Architekten gegründet, der hoffentlich für immer bestehen bleiben wird", schrieb der Kölner Architekt Bernhard Below am Abend des 21. Juni 1903 an seine 12jährige Tochter Dodo. Bauinspektor Below war die historische Tragweite des Unterfangens offenbar bewusst: Auch nach hundert Jahren gibt es den BDA noch - und er hat sich im Laufe dieses Jahrhunderts nach eigener Einschätzung "zur prägendsten Architektenvereinigung in Deutschland" entwickelt.

Schon im Manifest "Was wir wollen!" von 1904 hat der BDA seine künftigen Handlungsfelder beschrieben:

  • Schutz der "künstlerisch schaffenden" freien Architekten,
  • Förderung der Baukunst,
  • Stabilisierung des Wettbewerbswesens,
  • Verbesserung der Ausbildung der Architektenschaft und
  • Etablierung des Kürzels "BDA" als Gütesiegel für gelungene Architektur.

Daß es über so viele Jahrzehnte, über zahlreiche Generationen und viele Wandlungen von Beruf, Stil und Haltung gelungen ist, den BDA zu mehr als einem Zweckverband zu machen, ist eine große Leistung in der Architekturgeschichte Deutschlands: Die persönliche Verbundenheit der Mitglieder untereinander, der solidarische, freundschaftliche Austausch im gemeinsamen Wirken für die Architektur haben den Namenszusatz "BDA" zu einer Vertrauensbasis nach innen und zu einer Qualitätsgarantie nach außen werden lassen.

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