Redaktion  || < älter 2003/0187 jünger > >>|  

"Aktion Holzpellets": Heizen mit Holzpelletts ist eine gute Alternative

(23.2.2003) NRWs Umweltministerin Bärbel Höhn hat zum Auftakt der Fachtagung "Holzpellets" auf der europäischen Leitmesse "E-World of energy and water" in Essen den Startschuss für die landesweite "Aktion Holzpellets" gegeben. Ziel ist es, gemeinsam mit Institutionen, Verbänden, Herstellern, Fachbetrieben sowie regionalen Energieversorgern und Stadtwerken der umweltfreundlichen Heiztechnik mit Holzpellets zum breiten Durchbruch zu verhelfen. Das Düsseldorfer Umweltministerium fördert Holzpelletheizungen in Privathaushalten mit bis zu 1.500 Euro, weitere 1.500 Euro steuert der Bund aus dem Marktanreizprogramm bei. Größere Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Unternehmen werden entsprechend höher bezuschusst. Seit 1999 wurden so bereits rund 880 Anlagen mit einer Wärmeleistung von rund 110 Megawatt in Betrieb genommen. Einschließlich der EU-Mittel hat das Land NRW 16,7 Mio. Euro investiert.

Umweltministerin Bärbel Höhn: "Heizen mit Holz rechnet sich für die Bürgerinnen und Bürger, die mit einer solchen Anlage auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft und der Umwelt leisten: Sie heizen mit einem CO₂-neutralen Brennstoff. Wir können damit unbehandelte Holzabfälle aus den Sägewerken und der holzverarbeitenden Industrie noch sinnvoll nutzen. Mit dieser regenerativen Wärmequelle machen wir uns unabhängiger von Ölpreisen. Außerdem entfallen lange Transportwege, Tankerunglücke und Krisen um Ölreserven können vermieden werden. Bis Ende 2006 müssen allein in NRW ca. 500.000 Heizungsanlagen, die vor Oktober 1978 in Betrieb gegangen sind, durch umweltfreundlichere Anlagen ersetzt werden. Jetzt erhalten die Herstellerinnen und Hersteller der Anlagen und der Pellets die Chance, einen nennenswerten Marktanteil zu erobern. Mit dem bisher investierten Geld durch das Förderprogramm sind rund 1.400 Arbeitsplätze neu entstanden oder gesichert worden."

Die "Aktion Holzpellets" wird gemeinsam vom NRW-Umweltministerium und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Kooperation mit der Energieagentur NRW durchgeführt. Partner sind Firmen und Verbände aus der Holzpellet- und Holz-Branche. Mit landesweiten Veranstaltungen, Informationsmaterial in Broschürenform und im Internet, einem Branchenatlas, Energieberatungen und -seminaren soll diese technisch ausgereifte Alternative des Heizens in den Blickpunkt gerückt werden.

Holzpellets sind rund zwei Zentimeter lange, schüttfähige Röllchen aus gepressten Holzspänen. Das Ausgangsmaterial, unbehandeltes und trockenes Restholz, stammt aus Sägewerken und der holzverarbeitenden Industrie. Es wird ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck geformt. Pelletheizungen gelten als besonders umweltfreundlich, denn die kleinen Presslinge verbrennen CO₂-neutral: Die Bäume, aus deren Holz sie hergestellt werden, speichern beim Wachstum die gleiche Menge Kohlendioxid, die sie beim Verbrennen wieder abgeben.

Weitere Informationen zu Holzpellets:

siehe auch:

ausgewählte weitere Meldungen: