Redaktion  || < älter 2002/0709 jünger > >>|  

Legionärskrankheit: Klimaanlagen und Warmwassersysteme regelmäßig warten

(13.8.2002) In Großbritannien sind mehrere Menschen an der in einzelnen Fällen tödlich verlaufenden Legionärskrankheit erkrankt. Das Sozialministerium Baden-Württemberg wies aktuell noch einmal darauf hin, dass sich die krankheitsverursachenden Bakterien "Legionellen" insbesondere in raumlufttechnischen Anlagen (z.B. Klimaanlagen) und Warmwassersystemen vermehren können. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch das Einatmen bakterienhaltiger Aerosole beispielsweise beim Duschen, aber auch durch mangelhaft gewartete raumlufttechnische Anlagen.

Ein Temperaturbereich zwischen 30 und 45° Celsius stellt optimale Vermehrungsbedingungen dar. Bei Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius werden dagegen Legionellen abgetötet. Deshalb empfiehlt das Sozialministerium dringend, die Betriebstemperatur von Warmwassersystemen auf 55 bis 60° Celsius zu halten oder wenigstens regelmäßig auf mehr als 70 Grad Celsius aufzuheizen.

Raumlufttechnische Anlagen, die mit einem Umlaufsprühbefeuchter ausgestattet sind, bergen die Gefahr einer Legionellenkontamination des Befeuchterwassers. Durch sachgemäße Installation, Reinigung und Wartung ist eine Kontamination der raumlufttechnischen Anlage mit Legionellen aber nahezu auszuschließen.

In Baden-Württemberg wurden dem Landesgesundheitsamt seit Anfang des Jahres 25 vereinzelt aufgetretene Legionellenerkrankungen gemeldet. Ein epidemischer Ausbruch der Krankheit befand sich nicht darunter. Legionellen können vor allem bei älteren Menschen, Kleinkindern und immungeschwächten Personen eine schwere Lungenentzündung hervorrufen, die in Einzelfällen tödlich verlaufen kann.

siehe auch:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht "Broschüren" ...