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neues Möbeldesign à la Bauhaus

(4.12.2001) Möbel hatte Professor Kuno Prey, freier Designer und Professor an der Bauhaus-Universität Weimar, bislang noch keine entworfen. Doch nun kreierte er Polstermöbel im Geist des neuen Bauhaus: klar, gerade, bewusst einfach, bewusst vieles weggelassen und erst dadurch eine filigrane, fließende Einheit geschaffen.

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Polstermöbel, bei denen weder Kunst noch Handwerk triumphiert, sondern der Nutzen des Produktes im Vordergrund steht, Möbel mit nützlichen Details, die man erst auf den zweiten Blick sieht: die kleine Erhebung auf der Armlehne z.B., die die Hand entspannter aufliegen lässt oder ein kleiner Fußhocker mit Rollen.

Ein Glücksfall, dass Kuno Prey bei der Suche nach der Realisierung auf die Rießner-Möbelwerke stieß. Prey: "Ich brauchte ein Unternehmen, das die Handwerkskunst beherrscht. Einen traditionellen Handwerksbetrieb, der mit modernen industriellen Maßnahmen und handwerklichen Vorgaben Produkte fertigt." Das Handwerk, so Prey und so auch schon Bauhaus-Vater Walter Gropius, darf von der Kunst nicht unterdrückt oder verdrängt werden. Beide müssen im Gleichklang schwingen, sich gegenseitig ergänzen.

Entscheidendes Umsetzungskriterium war die Alltagstauglichkeit, mit der die beiden Design-Projekte "leggera" und "quadra" zur Möbelwirklichkeit wurden. Entspanntes Sitzen, hoher Sitzkomfort, Relaxmöglichkeiten, Langlebigkeit und Durchhaltevermögen sind die bestimmenden Charakteristika. Alltagstauglichkeit bedeutet aber auch Bezahlbarkeit. Trotzdem wird es keinen Massenverkauf geben. "Diese Möbel sind für Genießer und Liebhaber von Kunst, natürlich vor allem für die Freunde des Bauhaus", erklärt Inhaber Hans-Georg Rießner seine Philosophie.

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