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Geschäftserwartungen im Estrich- und Belag-Gewerbe weiter eingetrübt

(27.11.2001) Die Geschäftslage im Estrich- und Belaggewerbe stellt sich für das Jahr 2001 als insgesamt unbefriedigend dar. Dies erklärte der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Alfred Chini, anlässlich der heutigen Herbsttagung des Estrich- und Belaggewerbes in Berlin. "Das Estrich- und Belaggewerbe konnte bisher der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in der Bauwirtschaft noch trotzen. Jetzt hat die weiter anhaltende Flaute am Bau auch uns im Ausbau erreicht."

Die Nachfrage nach Bauleistungen ist lediglich im Norden Deutschlands noch unverändert auf verhaltenem Niveau, in Mittel- und Süddeutschland überwiegend rückläufig. Zum Ende des Jahres 2001 wird in der Estrich- und Belag-Branche mit einer insgesamt rückläufigen Bautätigkeit gerechnet. Trotz dieser Entwicklung ist die Beschäftigtenzahl mit 20.000 Mitarbeitern in ca. 1.500 Betrieben noch einigermaßen konstant geblieben. Erste Anzeichen deuten jedoch auf einen Abbau von Personal hin.

Die Auftragsbestände sind in allen Betrieben bundesweit insgesamt zu klein. Die Baupreise zeigen weiter eine steigende Tendenz nach unten. Ein teilweise ruinöser Wettbewerbe hat eingesetzt.

Hinsichtlich der kurzfristigen Erwartungen werden von den Betrieben keine positiven Veränderungen erwartet. Eher geht man von einer weiter abnehmenden Tendenz aus. "Die negativen Auswirkungen im Wohnungs- und Gewerbebau schlagen voll auf die Betriebe des Estrich- und Belaggewerbes durch. Die Geschäftserwartungen bleiben daher in hohem Maße eingetrübt. Auch für das Jahr 2002 erwarten wir keine nennenswerten Veränderungen", so Chini abschließend. "Hieran werden auch die von der Bundesregierung in Gang gesetzten positiv zu bewertenden investitionsfördernden Maßnahmen im Städtebau, Bauen im Bestand, in der Privatisierung im öffentlichen Hochbau und in der Verkehrsinfrastruktur nichts ändern, da diese erst mittelfristig für das Estrich- und Belaggewerbe positiv zu Buche schlagen."

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