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Soziale Wohnraumförderung soll aufgestockt werden und zielgerichtet in Großstädten mit erhöhtem Wohnraumbedarf wirken

(27.10.2001) Die Situation auf dem Wohnungsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland sei regional unterschiedlich, sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig anlässlich des Verbandstages des Bundesverbandes deutscher Wohnungsunternehmen (GdW) in Hamburg. In den Großstädten im Westen ziehe die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum wieder an. In den Regionen München, Frankfurt und Düsseldorf seien die Baugenehmigungen stark angestiegen. "Eine neue Wohnungsnot ist nicht absehbar, aber es gibt Warnsignale in den Großstädten," sagte Bodewig. Daher sei der Beschluss des Bundestagsausschusses Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hilfreich, nach dem die Soziale Wohnraumförderung im Haushalt für das Jahr 2002 um 170 Millionen Euro aufgestockt werden soll. "Mir ist wichtig, dass wir die zusätzlichen Mittel sehr gezielt in den Großstädten einsetzen, in denen die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum anzieht," sagte Bodewig.

"Die Städte müssen lebenswerter, die Innenstädte aufgewertet und dauerhaft leerstehende Wohnungen vom Markt genommen werden," sagte Kurt Bodewig. Neben dem Wohnraumbedarf in bestimmten Regionen gebe es das Problem des Leerstandes von einer Million Wohnungen in den neuen Ländern. Deshalb habe die Bundesregierung das "Stadtumbauprogramm Ost" auf den Weg gebracht:
Für den Zeitraum 2002-2009 stehen mit dem Programm insgesamt fünf Milliarden Mark zur Verfügung, von denen die Bundesregierung 2,2 Milliarden Mark aufbringt. Ziel des Programmes sei die Aufwertung von Stadtquartieren, die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität, die Schaffung von selbstgenutztem Wohnungseigentum im Bestand und der Rückbau von auf Dauer nicht mehr benötigten Wohnungen.

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