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Möbelhandel: Trend zu Spezial-Sortimenten setzt sich fort

(23.6.2000) Im deutschen Möbel-Einzelhandel verliert das klassische Vollsortiment immer mehr an Bedeutung, während der Trend zur Spezialisierung auf immer engere Zielgruppen wächst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des EuroHandelsinstituts (EHI) in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV), die jüngst in Bonn vorgestellt wurde. Küchenspezialisten böten Beschränkung auf die Warengattung Küche und damit hohe Beratungskompetenz. "Edeleinrichter" mit höchstem Design-Anspruch verfügten über Studios meist in besten Lagen der Innenstädte, ihr Sortiment reiche von italienischen Marken bis zu Bauhaus-Klassikern.

Der Facheinzelhandel habe sich trotz leichten Rückgangs von Marktantielen als Vertriebsweg gut behauptet. Er halte nach wie vor einen Anteil von 63 Prozent. Damit sei er weiter mit großem Abstand wichtigster Absatzweg für Möbel. Immer stärker zum Zug kommen nach der Studie auch branchenfremden Möbelanbieter, vor allem Versandhandel, Bürofachhandel sowie die Bau-, Heimwerker- und Gartenmärkte.

Die privaten Haushalte hätten 1999 für Möbel, Innenausstattung und Teppiche insgesamt 68,77 Milliarden DM ausgegeben. Davon wiederum machte der Verbraucher allein für die Warengruppe Möbel 58,5 Milliarden locker. Das entspreche 3,25 Prozent des gesamten privaten Verbrauchs.

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