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„Trendometer 2020“ für die Bau-/Bauzulieferindustrie

(17.11.2019) Auf einer Skala von 1-10: Was sind 2020 die angesagten Themen im Bereich der Bauzulieferung? Welche Trends werden die relevanten Player aus ihrer Komfortzone scheuchen? Welchen „Impact“ haben sie auf die Branche? W&P Branchenexperte Florian Kaiser wagt im Trendometer 2020 eine Prognose.

Digitale Revolution der Wertschöpfungskette Bau (IMPACT 10)

Die bereits unübersehbare Digitalisierung der Wertschöpfungskette-Bau bedeutet eine regelrechte Revolution für alle Beteiligten. Denn digitales Bauen führt zu veränderten Rollen sämtlicher Teilnehmer an der Wertschöpfungskette: vom Hersteller, über Planer, Verarbeiter, bis hin zur Vermarktung und Nutzung des Objekts.

Auf jeder Stufe finden sich geänderte / neue Herausforderungen und Anforderungen - und es entstehen neue Chancen für neue Player. So können Hersteller viel direkter und effizienter mit der Baustelle interagieren, Just-in-Time (JIT) und  Just-in-Se­quence (JIS) - bekannt aus dem Automobilbau - eröffnen neue Optionen. Dies wiederum führt zu einer notwendigen Neupositionierung der Handelsstufe und zum Entstehen von Plattformen. Auch ändern sich Planungsteams, und die frühzeitige Vermarktung von Objekten wird durch virtuelle Rundgänge, Varianten und Bemusterungen unterstützt. Im Facility Management ergeben sich signifikante Effizienzsprünge dank effizienterem Betrieb und Instandhaltung. Hierfür rechtzeitig und konsequent strategische Antworten zu formulieren, entscheidet über die Zukunftsfähigkeit der Player!

Absatz und Ertragsdruck für Hersteller (IMPACT 9)

Das Handwerk hat volle Auftragsbücher, Grundstücke sind Mangelware, Projekte verzögern sich - diese Engpässe schlagen unvermeidbar auf den Absatz der Hersteller durch. Zudem fokussieren sich die Verarbeiter auf eher margenarme Standartlösungen und haben keine Ambitionen, neue, anspruchsvolle Systeme der Hersteller zu verarbeiten.

Darüber hinaus sind die Verarbeiter derzeit für die vertriebliche Bearbeitung durch die Hersteller nur schwer zu begeistern - sie haben schlicht kein Ohr dafür. Resultierender Margen- und Absatzdruck auf Seiten der Hersteller werden die Folge sein. Mögliche Antworten liegen in ...

  • der Optimierung von Go-to-markt und Targeting,
  • der Effizienzsteigerung,
  • Formen der Diversifikation und
  • der Internationalisierung.

Modularisierung und Vorfertigung (IMPACT 8)

Der Großteil der Baustellen ist auch heute noch von stark handwerklichen, wenig standardisierten Prozessen geprägt. Effizienz, Ausführungsqualität, Bauzeiten, Limitationen bezüglich Platz und Witterung sind nur einige Herausforderungen, die es täglich zu meistern gilt. Eine Antwort darauf ist die Modularisierung und Vorfertigung von Elementen bis hin zu vollständigen Funktionseinheiten.

Bereits heute sind komplexe Betonfertigteile, Fassadenmodule, vorkonfektionierte Systeme aus der Gebäudetechnik, ganze Funktionseinheiten wie Bäder oder Zimmer sowie Fertighäuser und gewerbliche Modulbauten punktuell häufig anzutreffen. Treiber dieser Entwicklung sind übergeordnet auch die Megatrends demographischer Wandel, Nachhaltigkeit und Urbanisierung. Vor dem Hintergrund der genannten Limitationen, knapper Kapazitäten und der Digitalisierung der Branche wird Modulbau zukünftig deutlich dynamisch an Bedeutung gewinnen.

  • Welchen Einfluss hat dies auf die Teilnehmer der Wertschöpfungskette?
  • Wie verändern sich Wettbewerbsstrukturen?

Auf Fragen wie diese sollten sich Unternehmen vorbereiten und strategische Antworten entwickeln.

Customer Journey der Zielgruppen und Datenmodelle 2020+ (IMPACT 8)

Heterogene Datenstrukturen und Systeme, kein einheitlicher Blick auf Markt, Produktion und Zielgruppen: Diese Situation ist bei Herstellern immer noch häufig anzutreffen. Doch wie soll ein effizienter Blick auf die Zielgruppen und deren Customer Journey gelingen, wenn Informationen auf drei, vier verschiedene System verteilt oder schlichtweg nicht vorhanden sind? Das ist nur mit einem zukunftsfähig konzipiertem Datenmodell und einer konsequenten systemseitigen Abbildung möglich. Wer seine Zielgruppe und deren Customer Journey tatsächlich kennt und gestaltet, den Ressourceneinsatz zur Zielgruppenbearbeitung konsequent steuert und optimal allokiert, steigert seinen Markterfolg messbar und dauerhaft.

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