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Parkhaussanierung mit Flüssigkunststoff

(17.10.2019) Es sind nicht nur die Fahrzeuge, unter denen viele Parkhäuser leiden. Hinzu kommen chemische Belastungen durch UV-Sonnenlicht, Regen- und Tauwasser, Streusalz, Kraftstoffe und Öle. Diese greifen die Oberflächen an. Bestehen hier Schäden, können Feuchtigkeit und Chloride in die Bausubstanz  eindringen, was sich negativ auf die Konstruktion auswirken und sogar die Standsicherheit gefährden kann. Das sieht dann nicht nur ungepflegt aus, sondern beeinträchtigt auch die Betriebssicherheit.

Vorher: Mechanische und thermische Belastungen, Bauwerksbewegungen sowie eindringende Feuchtigkeit machen Parkhäusern zu schaffen. Das sieht nicht nur unschön aus. (alle Fotos © Triflex) 

Vorrangiges Ziel einer Instandsetzung ist demzufolge eine dauerhafte Abdichtung zum Bauwerkschutz. Darüber hinaus bestehen an die Sanierung von Parkflächen zusätzliche Anforderungen -  zum Beispiel in puncto Optik, Rutschfestigkeit und Brandschutz. Flüssigkunststoff-Produkte erfüllen diese und haben weitere Vorteile: Ihre lange Lebensdauer sollte die Wartungsintervalle erheblich verlängern können.

Nachher: Dank des Einsatzes von Flüssigkunststoff konnte der Fahrbelag zeit- und kostensparend saniert und abgedichtet werden. 

Die Liste der Problemstellungen und Schäden, die häufig in Parkhäusern auftreten, ist umfangreich:

  • Die Fahrzeuge verursachen eine mechanische Belastung des Fahrbelags, vor allem im Bereich von Rampen, Spindeln und Zufahrten herrschen dabei hohe Scher- und Schubkräfte.
  • Topdecks und Freiflächen sind zudem das ganze Jahr über Witterungseinflüssen und starken Temperaturschwankungen ausgesetzt.
  • Dynamische Belastungen / Bauwerksbewegungen führen überdies zu Rissbildungen, wovon die Übergänge von Beton zu Stahl, Putz oder Mauerwerk sowie aufgehende Bauteile aus Stahlbeton wie Stützen und Fundamente besonders stark betroffen sind.
  • Etwaige Baufehler und Konstruktionsmängel tun ihr Übriges.

Flüssigkunststoff und Vliesarmierung

Flüssigkunststoff, beispielsweise vom Mindener Hersteller Triflex, können viele Problemstellungen in Parkhäusern sehr geschmeidig lösen, denn Produkte auf Polymethyl­me­thacrylat-Basis (PMMA) haften vollflächig auf fast allen Untergründen. Sie sind hoch elastisch und gleichen Bauwerksbewegungen rissüberbrückend aus. Frisch in frisch aufgetragen, ergibt sich ein hinterlaufsicherer Schichtverbund für eine dauerhaft funktionsfähige Abdichtung, die nachgewiesenermaßen eine hohe chemische Beständigkeit aufweist.

Komplizierte Details wie Schrammborde, Anschlüsse oder Fugen gehören zu den größten Schwachstellen eines Parkhauses. Eine effektive Abdichtung kann hier nur durch ein kraftschlüssig geschlossenes, vollständiges System umgesetzt werden. Ebenda kann Flüssigkunststoff seine Stärken ausspielen.

Die für die Parkhaussanierung vorgesehenen Produkte von Triflex verfügen außerdem über eine Vliesarmierung, die in das noch flüssige Material blasenfrei eingerollt wird. Auf diese Weise entsteht ein Verstärkung, welche Bauwerksbewegungen schadlos aufnehmen kann. Auch auf besonders stark frequentierten Flächen wie Kurven, Brems- und Beschleunigungszonen kann das Material durch die Einarbeitung eines Spezialgewebes oder einer Oberflächenschutzvariante verstärkt werden, um die Gefahr von Rissbildung und hohem Verschleiß zu reduzieren.

Verarbeitung klar im Vorteil


  

Die Anwendung von Flüssigkunststoff, für die oftmals eine Universalrolle oder eine Kelle genügt, reduziert das Risiko für Fehler. Im Vergleich zu EP- oder PUR-Produkten härtet das Harz außerdem schneller aus, so dass die Flächen bereits nach wenigen Stunden wieder funktionsfähig und befahrbar sind. Es kann auch bei niedrigen Temperaturen bis 0°C sowie bei den Detailabdichtungen bis -5°C appliziert werden.

Norm- und regelgerecht abdichten und beschichten

Die Systeme auf Flüssigkunststoff-Basis müssen objektspezifisch gewährleisten, dass die Anforderungen des vom Planer definierten Schutzzieles erreicht werden. Hierzu zählen insbesondere ihre Verschleißfestigkeit bei gleichzeitig höchster Rissüberbrückungsklasse. Hinzu kommen das Erreichen der geplanten Nutzungsdauer und die damit anfallenden Wartungskosten. Produkte auf PMMA-Basis entsprechen in diesem Sinne ...

  • der DIN 18532,
  • der Flachdachrichtlinie und
  • der Richtlinie des deutschen Ausschusses für Stahlbeton.

Details wie Stützpfeiler, aber auch Fugen und Schrammborde stellen Schwachstellen in der Konstruktion dar, da hier verstärkt Rissbildungen auftreten können. 

Des Weiteren finden Flüssigkunststoffe als mögliches Konstruktionsprinzip in der DIN 1045 für tausalzbelastete, befahrene standsicherheitsrelevante Betonbauteile Berücksichtigung. Je nach Produkteigenschaften sind sie klassifiziert nach den Oberflächenschutzsystemen OS 8, OS 11b, OS 10 und OS 13, ihre Sicherheit ist gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Prüfzeugnisse (abP) belegt.

Es besteht ferner die Option, durch Quarzsandeinstreuungen in die Versiegelung der Fläche eine Rutschhemmung bis hin zur R 13 V 10 zu realisieren. Das Brandverhalten der Abdichtungs- und Beschichtungssysteme entspricht den Klassen Cfl-s1, Bfl-s1 nach DIN EN 13501-1 (schwer entflammbar nach DIN 4102). Eine Abdichtung von Triflex hat ferner nach ETAG 005 eine zu erwartende Lebensdauer von 25 Jahren.

Markierungen: Mehr als nur eine Frage der Optik

Neben den funktionalen Aspekten müssen Abdichtungs- und Beschichtungsprodukte auch immer häufiger optischen Ansprüchen genügen. Flüssigkunststoff bietet durch den Einsatz unterschiedlicher Farbtöne in der Versiegelung vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. So lassen sich die Attraktivität und Wertigkeit des Parkhauses steigern und auf Wunsch die Corporate Identity des Betreibers optisch umsetzen.

Vielmehr jedoch dient die farbliche Markierung von Parkbuchten, Geh- und Fahrwegen der Sicherheit der Kunden. Sie erleichtert die Orientierung sowohl im Störfall als auch bei der regulären Nutzung. Die breite Triflex-Palette an Verkehrsfarben und Varianten bietet beste Voraussetzungen für ein übersichtliches und zuverlässiges Leitsystem. Das Markierungsmaterial zeichnet sich durch eine hohe mechanische Belastbarkeit, lange Nutzungsdauer und Schmutzunempfindlichkeit aus.

Weitere Informationen zur Parkhaus-Sanierung können per E-Mail an Triflex angefordert werden.

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