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Schlanke Fußbodensysteme mit integrierter Vakuumdämmung (VIP)


  

(13.3.2017; BAU-Bericht) Bausituationen, für die Planer möglichst gering aufbauende und wärmedämmende Fußböden suchen, gibt es einige - z.B. bei geringen Raumhöhen im Bestandsumbau, Dachterrassen über Wohnräumen oder als Kellerdämmung von oben. Für solche Fälle hat der Neumarkter Passivhausspezialist Variotec in München besonders schlanke Fußbodenaufbauten auf Basis von Vakuumisolationspaneelen (VIP) für innen und außen mit geprüftem Schallschutz vorgestellt. Die Vakuumdämm-Platten reduzieren die Gesamthöhe des Fußbodens um bis zu 7 cm gegenüber herkömmlichen Lösungen.

Das VIP-Prinzip zur Erinnerung: Den mit einer Hochbarrierefolie ummantelten und mit einem Stützkern versehenen Elementen wird die Luft entzogen, und das so entstandene Vakuum leitet so gut wie keine Wärme weiter. Als Faustregel gilt dabei: „10 mm VIP entsprechen 50 mm einer herkömmlichen Dämmvariante“. Damit die bauaufsichtlich zugelassenen Elemente auch dem harten Baustellenalltag trotzen können, umhüllt Variotec die Vakuumisolationspaneele mit Schutzschichten. Für die Fußbodenelemente kommen dabei z. B. Glasfaserkunststoffplatten, Gummigranulatplatten oder XPS-Platten zum Einsatz - je nach geplantem Bodenaufbau und Einsatz.

In einem Detailkatalog hat Variotec zahlreiche Fußbodenaufbauten zusammengefasst. Das Spektrum reicht dabei ...

  • von der Holzweichfaserauflage mit Parkettboden,
  • über Zementestrich mit Fliesen,
  • bis hin zu Trockenestrichelementen mit Holzbelag.

Wo Standardfußböden sich durch Wärme- und Trittschalldämmung, Fußbodenheizung und Zementestrich inkl. Belag im Schnitt auf 140 mm Gesamthöhe „auftürmen“, bringt es beispielsweise das neue Paneel „Variotec-NORIT-Trocken-/Fußbodenheizung VIP“ auf nur 63 mm:


Foto © Variotec / Norit

Variotec-Geschäftsführer Erich Bauer-Ebenhöch erläutert: „Das mit der Lindner Gipsfaser- und Trockenbauprodukte GmbH entwickelte Sandwichelement vereint effiziente Wärmedämmung (U-Wert 0,31 W/m²K), mit einer Fußbodenheizung oder -kühlung und einem belagsfertigen Trockenestrich. Durch dessen Einsatz ergibt sich eine enorme Zeit- und Kostenersparnis. Das Element hält Punkt- und Flächenlasten bis Kategorie C3 nach DIN 1055-3 stand. Damit sind z.B. Fußböden für Versammlungsräume mit Flächenlasten von 5 kN/m² kein Problem.“

Trittschall deutlich reduziert

Um den Schallschutz exakt nachzuweisen, ließ Variotec seine Fußbodenaufbauten im Aachener Labor des Textiles & Flooring Institutes messen. Die bewertete Trittschallminderung ∆Lw bei einem 3 cm starken VIP mit Schutzhüllen aus GFK und Gummi für die Außenanwendung reichte dabei von 25 dB bei einer Holzkonstruktion mit Zusatzlagen bis hin zu 30 dB bei Kies und Betonplatten mit Bauabdichtung. Im Innenraum konnte das Labor zwischen 19 dB Trittschallminderung bei Nassestrichen und 27 dB bei Trockenestrich mit Vlies nachweisen.

Da sich die VIP-gedämmten Fußbodenelemente nachträglich nur in einem geringen Maße über einen PUR-Streifen am Außenrand anpassen lassen, stellt Variotec sie passend zur Raumgeometrie her - inklusive eines Verlegeplanes. Dabei sind neben quadratischen, rechteckigen, trapez- und L-förmigen Bauteilen auch Ausschnitte für Durchdringungen möglich. Damit der Verarbeiter weiß, worauf es ankommt, begleitet der Hersteller den Prozess vom Aufmaß bis zur fachgerechten Verlegung.

Weitere Informationen zu VIP-gedämmten Fußbodenelementen bzw. „Variotec-NORIT-Trocken-/Fußbodenheizung VIP“ können per E-Mail an Variotec bzw. per E-Mail an Norit angefordert werden.

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