Redaktion  || < älter 2016/1692 jünger > >>|   

EPS-Recycling-Verfahren CreaSolv verspricht Abhilfe über die aktuelle „HBCD-Krise“ hinaus


  

(23.11.2016) Aufgrund der aktuellen HBCD-Krise fragen sich derzeit viele Handwerker und Bauunternehmen sowie Städte und Kommunen, wie sie mit Polystyrol-Abfällen verfahren sollen / können / dürfen. Die Lage entschärfen will das EPS-Recyclingverfahren CreaSolv, das angetreten ist, um auch giftige und verunreinigte Polystyrol-Abfälle zu hochreinem PS Recyclat zu recyceln.

Das Thema „Polystyrolentsorgung“ ist schon seit geraumer Zeit unter Ingenieuren und Entsorgungsspezialisten ein „heißes Eisen“. Mit Umsetzung der EU-Verordnung gelten HBCD-haltige EPS- und PS-Abfälle als gefährliche Abfälle. Damit stehen Entsorgungsbetriebe und Müllerzeuger (wie Haushalte und Betriebe) vor der neuen Herausforderung, diese Abfälle streng getrennt zu handhaben.

Mit diesem Thema befassen sich u.a. auch Ingenieure der EPC Group und entwickelten gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) sowie der CreaCycle GmbH eine Anlage, die mit Hilfe des CreaSolv-Verfahrens aus giftigen und schmutzigen Polystyrol-Abfällen neutrales und hoch reines Polystyrol (PS) gewinnt. Dieses Verfahren versteht sich als eine ressourcenschonende Alternative (Wertstoffrückführung in den Wirtschaftsprozess) zur etablierten Müllverbrennung.

Jörg Hamann, leitender Ingenieur bei EPC, sieht in dem CreaSolv-Verfahren genau die bisher fehlende Verknüpfung zwischen den neuen EU-Anforderungen hinsichtlich der Entsorgung von Polystyrol und den Entsorgungsunternehmen: „Für Müllverbrennungsanlagen ist EPS mit seinem hohen Heizwert und den großen Volumina schon immer eine Herausforderung und kann nur zusammen mit anderen Abfällen in niedriger Konzentration mitverbrannt werden. Im Zuge der neuen Verordnung, die festlegt, dass HBCD EU-weit auf maximal 100ppm in EPS begrenzt wird, ergeben sich neue Anforderungen an die Entsorger und Recycler von EPS/PS Abfällen. Mit der EPC Anlagentechnik steht zum Recycling von EPS nach dem CreaSolv Prozess jetzt zum ersten Mal ein geschlossener ökologischer und wirtschaftlicher Wertstoffkreislauf für PS-haltige Abfallströme zur Verfügung, der das ,Circular Economy‘ Konzept der Europäischen Union erfüllt“, verspricht Hamann und betont: „Im Gegensatz zu Müllverbrennungsanlagen bevorzugt der CreaSolv Prozess Polystyrol-Monochargen, was die Transportkosten und den damit verbundenen CO₂-Ausstoß signifikant senkt. Selbstverständlich können in einer solchen Anlage auch verschmutztes Verpackungs-EPS (Fischboxen) oder Polystyrolbauteile recycelt werden. Die Kunststoffe in Elektro- und Haushaltsgeräten sind ja in der Regel auch mit Flammschutzadditiven ausgerüstet“.

Weitere Informationen zum EPS Recycling können per E-Mail an EPC angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: