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VBI definiert Städte als technische Systeme und fordert Mitwirkung bei der Stadtplanung


  

(20.11.2016) „Der technische Sachverstand der Ingenieure muss frühzeitiger in Projekte der Stadtplanung eingebracht werden“, forderte VBI-Präsident Dr.-Ing. Volker Cornelius am 17.11. in Leipzig beim VBI-Bundeskongress. Cornelius definierte Städte als technische Systeme, die jeweils eigene soziale, ökologische und ökonomische Umwelten bilden und - mehr oder weniger effizient - Ressourcen wie Land, Wasser und Energie nutzen.

„In all diesen Themen sind wir Ingenieure zuhause. Effiziente Infrastruktur, neue Mobilitätskonzepte und zukunftstaugliche Wohnformen können nur dort entstehen, wo alle Disziplinen an der Bewältigung dieser entscheidenden Aufgabe zusammenwirken“, lautete der Weckruf des Präsidenten an die fast 200 Ingenieurunternehmer im Auditorium.

Unter dem Titel „Metropolen - Die Ingenieuraufgabe“ diskutierte der Verband Beratender Ingenieure auf seinem Jahreskongress in Leipzig, welche Anforderungen die wachsenden Städte an die Planung stellen. Dazu wurden auch Fachleute aus Politik und Wissenschaft zum Gedankenaustausch eingeladen:

  • Staatssekretär Gunther Adler aus dem Bundesbauministerium gratulierte den Ingenieuren zu ihrem selbstbewussten Ansatz, für ganzheitliche Lösungen zu arbeiten und aktiv in die Gestaltung der Städte im Sinne des Klimaschutzes einzugreifen. Dabei gelte es im Schulterschluss zwischen Politik und technischer Planung, die Teilhabe aller zu gewährleisten und auch die ländlichen Räume nicht abzuhängen.
  • Die Relevanz der kürzlich von 193 Staaten in Quito unterzeichneten Agenda für den weltweiten „Umzug der Menschheit“ untermauerte der Vortrag von Dr. Hannes Taubenböck vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Anhand von Satellitenaufnahmen wurde die ungeheure Siedlungsdynamik und Verdichtung auf anderen Kontinenten in beeindruckender Weise aufzeigt.

Die von der FAZ-Wirtschaftsredakteurin Henrike Roßbach geleitete Podiumsdiskussion mit den Mitgliedern des Bundestages Stephan Kühn, Grüne, und Volkmar Vogel, CDU, zog schließlich das Fazit für die Veranstaltung: Die globale Urbanisierung fordert Politik und beratende Ingenieure zur engen Zusammenarbeit auf, wenn die Transformation der Städte gelingen und menschenwürdiges Leben in künftigen Metropolen möglich bleiben soll.

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