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Über 53 Mrd. Euro Umsatz in der Haus- und Gebäudetechnik 2015

(12.11.2016) 2015 war für deutsche Industrieunternehmen der Haus- und Gebäudetechnik in den Bereichen Sanitär, Heizung, Lüftung und Klima (SHK) ausgesprochen erfolgreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des ifo-Instituts, die anlässlich der ISH 2017 von der Messe Frankfurt, dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH), der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik in Auftrag gegeben wurde.

Industrie, Großhandel und Installationsgewerbe erzielten laut ifo-Studie einen konsolidierten Jahresumsatz von 53,4 Mrd. Euro ohne Mehrwertsteuer (2014: 52,8 Milliarden Euro). Der Inlandsumsatz der Haus- und Gebäudetechnik-Branche belief sich auf ca. 44 Mrd. Euro und ging vor allem in das Hochbauvolumen (Öffentlicher Hochbau, Wirtschaftshochbau und Wohnungsbau) ein. Insgesamt belief sich 2015 das gesamte Hochbauvolumen in Deutschland nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des ifo-Instituts auf rund 240 Milliarden Euro (ohne Mehrwertsteuer); der inländische Umsatz des Wirtschaftsbereichs hatte daran einen Anteil von ca. 18%. Damit konnte die Branche den stabilen Aufschwung der vergangenen Jahre fortsetzen.

Die Unternehmenszahlen sind ebenfalls stabil geblieben. Rund 51.400 Unternehmen in der Haus- und Gebäudetechnik wurden 2015 gezählt. Die Anzahl der Beschäftigten lag bei rund 500.000 Personen.

Ausblick auf 2016

2016 wird die deutsche Wirtschaft laut der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute vom April 2016 um 1,6% wachsen. Positive konjunkturelle Effekte werden von den privaten Konsumausgaben ausgehen. Gleichzeitig werden nach Prognosen des ifo-Instituts die realen Bauinvestitionen mit 2,6% deutlich stärker steigen als im Vorjahr.

Ersatzbedarf vor Neubau

Trotz der stabilen Neubaukonjunktur gehen die stärkeren Nachfrageimpulse für die Branche weiterhin vom Ersatzbedarf aus:

  • Die Sanitärwirtschaft wird von der Nachfrage nach Modernisierungen im Badbereich profitieren können.
  • Für die Heizungswirtschaft dürften die Impulse vor allen im hohen Durchschnittsalter bestehender Anlagen und dem daraus resultierenden Austausch begründet sein.

Seit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung Anfang 2016 müssen Hauseigentümer installierte Heizungsanlagen, die bereits ein Alter von 30 Jahren erreicht haben, durch neue, energieeffizientere Anlagen ersetzen. Dazu kommen die Impulse zur Heizungsmodernisierung durch staatliche Fördermaßnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien - siehe Beiträge zu aktuellen Fördermaßnahmen.

Die ISH 2017 als Treffpunkt der Branche greift diese Entwicklungen und Themen auf. Erwartet werden vom 14. bis 18. März 2017 wieder über 2.400 Aussteller, darunter alle Markt- und Technologieführer aus dem In- und Ausland. Das Motto der ISH 2017 lautet „Water. Energy. Life.“ und zeigt damit deutlich, wo der Fokus der weltgrößten Leistungsschau für den Verbund von Wasser und Energie liegt. Die zweijährlich stattfindende Weltleitmesse liefert mit ihrem breiten Angebot an zukunftsweisender Gebäudetechnik Lösungen unter anderem für aktuelle politisch-wirtschaftliche Themen.

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