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Keime auf WCs und Urinalen mit zeitlich unbegrenzt wirkender Keramikglasur bekämpfen

(9.11.2016) Keime sind im alltäglichen Leben unvermeidbar. Darum ist Hygiene (nicht nur) in besonders sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen ein Dauerthema. Die konsequente Anwendung von Desinfektion und Hygienemaßnahmen hilft, Mikroorganismen zu inaktivieren. Moderne Konzepte verbinden die gezielte Anwendung entkeimender Substanzen mit präventiven Maßnahmen, zu denen auch Oberflächenbeschichtungen zählen.


alle Bilder © Duravit

Seit Jahren forschen Sanitärhersteller in ihren Laboren nach Konzepten, um ihre Produkte mit einer antibakteriellen Eigenschaft zu versehen. Dabei sollen Sanitär- oder Fliesenoberflächen mit funktionellen Oberflächenbehandlungen und -beschichtungen so optimiert werden, dass sich ihre Eigenschaften gezielt verändern. Angestrebt wird dabei, krankheitserregende Mikroorganismen abzutöten und so eine möglichst keimfreie Oberfläche zu gewährleisten. So kann beispielsweise mit Hilfe des oligodynamischen Effekts positiv geladener Metallionen die Zellteilung von Keimen gestoppt und die Entstehung von Kolonien reduziert werden. Ein Verfahren, das gegenüber Mikroorganismen hoch wirksam ist, auf den menschlichen Organismus allerdings keinerlei Wirkung hat.

„Weil Silber antimikrobielle Eigenschaften hat, haben wir bei Duravit anfangs auch mit dem Einsatz von Silber-Ionen auf Keramikoberflächen geforscht“, so Sebastian Sander, Entwicklungsingenieur beim Designbadhersteller Duravit AG in Hornberg im Schwarzwald. „Die Ergebnisse haben uns jedoch nicht überzeugt, deshalb haben wir uns gegen den Einsatz von Silber-Ionen und für die Erforschung wirksamerer Alternativen in diesem Bereich entschieden“, so Sander weiter.

„HygieneGlaze“ von Duravit

Bereits im Rahmen der ISH 2015 hat Duravit seine neue antibakterielle Glasur „HygieneGlaze“ dem Fachpublikum vorgestellt. Bei dieser Neuentwicklung handelt es sich um keine oberflächliche Beschichtung, sondern um eine zeitlich unbegrenzt wirksame, antibakteriell wirkende Keramikglasur: Während des Brennvorgangs der Keramik wird eine Zinn-Zink Mischung in die Glasmatrix integriert.


Eingebrannt im Innenraum bis an den Rand von Toilette und Urinal entfaltet „HygieneGlaze“ seine Funktion dort, wo Keime besonders häufig auftreten können. So sollen Krankheitserreger unter Anwendung von „HygieneGlaze“ innerhalb von 24 Stunden zu 99,9 Prozent abgetötet werden. Eine entsprechende hygienisch-mikrobiologische Untersuchung des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn bestätigt wissenschaftlich die Wirkung der antibakteriellen Eigenschaften von „HygieneGlaze“: Auf Bakterien und Keime wirkt die Spezialglasur toxisch, in Folge dessen werden sie abgetötet.

Weitere Informationen zu WCs und Urinalen mit „HygieneGlaze“ können per E-Mail an Duravit angefordert werden.

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