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BMEL will in Sachen Verbund- und Hybridbaustoffe mit Holz forschen lassen


  

(6.11.2016) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat einen neuen Forschungsaufruf veröffentlicht. Gesucht werden marktnahe Ideen zur Entwicklung moderner, neuer Verbund- und Hybridbaustoffe mit Holz. Darüber hinaus möchte das Ministerium eine Nachwuchsforschergruppe an einer Universität, Hochschule oder Forschungseinrichtung initiieren, die grundlagenorientierte Forschung zum Thema betreibt.

Auf einem Fachgespräch der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Juli dieses Jahres waren sich die Experten einig: Verbund- und Hybridwerkstoffe aus Holz könnte den Werkstoff Holz für neue Anwendungen qualifizieren. Es würden nicht-erneuerbare Ressourcen eingespart sowie ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht ...

  • zum einen bei der Entwicklung der Materialien selbst,
  • zum anderen auch bei den Fügetechniken, der Modellierung und Simulation, der Kennwerte-Ermittlung und den Klebstoffen.

Im Rahmen des Aufrufs sind außerdem Untersuchungen des Kurz- und Langzeitverhaltens und ein recyclinggerechtes Produktdesign förderfähig.

Die Projektskizzen im Rahmen dieses Aufrufs sollen marktnahe Entwicklungen verfolgen, die Einbindung von Industriepartnern ist explizit erwünscht.

Bei der Nachwuchsforschergruppe steht hingegen die grundlagenorientierte Forschung zu den Themen Werkstoffentwicklung und -charakterisierung, Produkt- und Verfahrensentwicklung und Verbindungstechniken im Fokus. Eine Nachwuchsforschergruppe besteht aus bis zu vier Wissenschaftlern und einem technischen Mitarbeiter. Die Einbettung in ein entsprechendes wissenschaftliches Umfeld, etwa an einer Universität oder Hochschule in Fakultäten wie Baustoffe, Werkstofftechnik oder Materialwissenschaften, ist erforderlich. Das BMEL möchte mit dieser Maßnahme den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und ihm eigenständiges Forschen ermöglichen.

Projektvorschläge nimmt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe als der Projektträger des BMEL bis zum 30. April 2017 entgegen. Nachwuchsforschergruppen können sich bis zum 31. Mai 2017 bewerben.

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