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Continental-Tochter übernimmt Hornschuch (d-c-fix)


  

(16.10.2016) Der zum Technologiekonzern Con­tinental gehörende Oberflächenspezialist Bene­cke-Kaliko beabsichtigt, sein Industriegeschäft weiter auszubauen und neue Absatzmärkte ins­besondere in Nordamerika zu erschließen. Da­zu wurde eine Vereinbarung über den Kauf der Hornschuch-Gruppe getroffen. Hornschuch soll in die Benecke-Kaliko-Gruppe integriert werden. Die Akquisition kann vollständig aus den liquiden Mitteln und verfügbaren Kreditlinien des Continental-Konzerns finanziert werden. Der Vollzug des Erwerbs steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständi­gen Kartellbehörden.

Zur Erinnerung: Die Hornschuch-Gruppe stellt u.a. unter den Marken d-c-fix und skai Design-, Funktions-, Schaum- und Kompaktfolien sowie Kunstleder für die Möbel- und Bauindustrie sowie die Automobilbranche her. Hornschuch erzielte im Geschäfts­jahr 2015 mit mehr als 1.800 Mitarbeitern an vier Produktionsstandorten in Deutsch­land sowie den USA einen Umsatz von 410 Mio. Euro. Die Benecke-Kaliko AG, die zur Division ContiTech des Continental-Konzerns gehört, entwickelt und fertigt an sieben Standorten in Deutschland, China, Mexiko, Polen und Spanien Oberflächenmaterialien für u.a. Kfz- und Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von knapp 550 Mio. Euro.

Laut Dr. Dirk Leiß, Vorstandsvorsitzender der Benecke-Kaliko AG, ist die Hornschuch-Akquisition die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte. Er erwartet, dass durch das international sehr gut ausgebaute Vertriebsnetz der Hornschuch-Gruppe Kunden künftig auch dort erreicht werden können, wo man aktuell noch nicht so stark vertreten ist.

Ähnlich äußert sich Dr. Hans-Hinrich Kruse, CEO der Hornschuch-Gruppe: „Gemeinsam mit den Mitarbeitern und mit Hilfe unseres Finanzinvestors sind wir in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen. Der Zusammenschluss mit Benecke-Kaliko bietet nun eine hervorragende Chance im Hinblick auf die künftige Weiterentwicklung in unseren Märkten weltweit. Wir sind sicher, dass von dem jetzigen strategischen Schritt beide Unternehmen profitieren werden.“

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