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Transportbetonindustrie hat hohe Erwartungen an das laufende Jahr


  

(25.9.2016) Der inzwischen 50 Jahre alte Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie (BTB) hat anlässlich seiner Jahrestagung am 7. und 8. September nicht nur ein Jubiläum gefeiert, sondern auch aktuelle Zahlen zu Produktion und Um­satz der Branche veröffentlicht. Im Jahr 2015 konnten dem­nach die gut 530 Transportbetonunternehmen mit ihren 1.890 stationären und mobilen Transportbetonanlagen insgesamt 47,2 Mio. m³ Transportbeton absetzen. Auffällig dabei:

  • Während die Produktion von Januar bis September 2015 um 1,2% zurückging,
  • so wurden allein in den Monaten Oktober, November und Dezember 7,0% mehr Transportbeton als im Vorjahreszeitraum ausgeliefert.

Auch regional fiel die Entwicklung unterschiedlich aus:

  • Während sich die Nachfrage in Ballungszentren wie Berlin, Stuttgart, Frankfurt und München weiterhin positiv entwickelt,
  • haben Räume wie das nördliche Bayern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen teils deutliche Rückgänge erfahren.

Höhere Anforderungen, teurere Rohstoffe

Auf jeden Fall weniger erfreulich ist die Entwicklung des Umsatzes in der Transport­betonindustrie:

  • Zwar konnte sich der Gesamtumsatz der Branche in 2015 dank gestiegener Produktion leicht auf 3,2 Mrd. Euro verbessern (+0,3%),
  • beim Erlös je verkauftem Kubikmeter Transportbeton entspricht dies jedoch einem Rückgang von rund 0,6%.

Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf den regional starken Preiswettbewerb in wichtigen Märkten wie NRW und Bayern. Auch ein Blick auf die Entwicklung des Kos­tenindex „Transportbeton“ von Juni 2013 bis Juni 2016 zeigt, dass die Erlössituation für den Baustoff Transportbeton aktuell stagniert:

  • Einerseits sind die Investitionskosten für Produktionsanlagen sowie Bau- und Baustoffmaschinen u.a. aufgrund höherer Anforderungen an den Arbeits- und Emissionsschutz (z.B. EURO 6-Fahrzeuge) gestiegen.
  • Andererseits setzte sich die Verteuerung von Kies, Sand und gebrochenem Naturstein in den letzten Jahren ungehindert fort (+7,3% gegenüber 2013).
  • Auch beim Dieselkraftstoff ist nach einem lang anhaltenden Preisverfall seit Beginn des Jahres wieder ein deutlicher Preisanstieg zu beobachten; auch die Energiepreise verbleiben auf einem konstant hohen Niveau.

3 bis 4% mehr Transportbeton für 2016 erwartet

Im Zeitraum Juli 2015 bis Mai 2016 wurde ein Anstieg bei den Hochbaugenehmigungen von 14,7 % erzielt. Vor allem der Wirtschaftsbau (+14,2%) zeigt sich deutlich erholt. Trotz weiterhin unsicherer Zeiten scheint die Industrie zurück gestellte Investitionen nicht weiter aufschieben zu wollen. Ebenfalls positiv stimmen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe, die von Januar bis April 2016 nominal um 16,0% zulegten. Entspre­chend ist aktuell mit einem deutlichen Anstieg der Transportbetonproduktion in 2016 von rund 3 bis 4%  zu rechnen. Gestützt wird diese Prognose von der deutschen Ze­mentindustrie, die eine Steigerung des Absatzes im laufenden Jahr von 4% erwartet.

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