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Steil gedeckt und flach abgedichtet: Braas trifft auf Wolfin

(22.8.2016) Neu im Fortbildungsangebot der Wolfin-Akademie ist in der Seminarsaison 2016 die Braas-Wolfin-Verbundschulung „Steildach trifft auf Flachdach“. Dabei geht es werkstoffübergreifend um Anschlüsse, Übergänge und Schnittstellen im Bereich Steil­dach/Flachdach.

Trend zur flachen Gaube

Ein gutes Beispiel für die Verbindung von Steil- und Flachdach sind raumgewinnende Gauben: Denn je geringer die Hauptdachneigung ausfällt, desto flacher muss notwen­digerweise die Gaube sein; im Extremfall hat die Gaube die Form eines Kastens. Flach­geneigte Gauben erfordern aber vom Dachhandwerker zusätzliches Wissen hinsichtlich der Steildacheindeckung und der Flachdachabdichtung, um die Details an den Schnitt­punkten zwischen Steil- und Flachdach sicher ausführen zu können. Die wichtigsten Kriterien dabei sind ...

  • Regensicherheit (Steildach) und Wasserdichtheit (Flachdach)
  • bauphysikalische Funktionalität
  • Schall- und Brandschutz.

Basis für die Ausführung der Abdichtung sind die Fachregeln des ZVDH und die neuen Normen DIN 68800-2 „Holzschutz“ sowie die DIN 4108-3 „Wärmeschutz“. Durch viele vorgefundene Schäden, die durch Feuchtigkeitsansammlungen in der Konstruktion ent­standen sind, wurden die Regeln für den Holz- und Wärmeschutz angepasst.

Warmdach versus Zwischensparrendämmung

Die nach allen Regelwerken einfachste und sicherste Konstruktion ist der klassische Warmdachaufbau auf der Holztragschale. Durch den Wunsch nach immer schlankeren Konstruktionen hat jedoch auch der Dachaufbau mit reiner Zwischensparrendämmung, oberseitiger Holzschalung und darauf direkt verlegter Abdichtungslage in die Dach­landschaft Einzug gehalten. Ein derart hergestellter Dachaufbau ist erheblich anfälliger für tauwasserbedingte Schäden. Eine Lösung für mehr Sicherheit kann das Überdäm­men der Konstruktion und der Einsatz hoch diffusionsfähiger Abdichtungsbahnen sein.

Für den notwendigen Schallschutz reicht im Steildachbereich das Eindecken mit Dach­steinen aus, darüber hinaus sind diese widerstandsfähig gegen strahlende Wärme und Flugfeuer. Im Flachdachbereich erreicht man einen höherwertigen Schallschutz durch das Aufbringen von Masse, z.B. eine Massivholzdecke als Sparrenersatz, und den Ein­satz von Dämmstoffen mit hohem Masseanteil als Aufdachdämmung.

Wasserableitung im Dachknick

Damit die Wasserableitung im kritischen Dachknickbereich funktioniert, spielt die Neigung des Steildaches laut Braas ei­ne große Rolle. Um die erforderliche Hinterlüftung der Dachein­deckung zu erhalten, empfiehlt Wolfin...

  • bis zu einer Hauptdachneigung von mindestens 25° die Verwendung einer Keil- bzw. Traufbohle und
  • bei flacheren Hauptdachneigungen die Verwendung einer gekanteten Kiesfangleiste aus Wolfin-Verbundblech.

Weitere Informationen zur Abdichtung flach geneigter Dä­cher und zu dem Übergang vom Steil- zum Flachdach kön­nen per E-Mail an Wolfin bzw. per E-Mail an Braas angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: