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Home Staging erleichtert den Immobilienverkauf

(3.8.2016) Der erste Eindruck zählt - das gilt auch beim Haus- und Wohnungsverkauf: Wer sich in der besichtigten Immobilie wohlfühlt, ist in der Regel eher bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Deshalb wird derzeit in Deutschland das sogenannte „Home Staging“ immer populärer. Dabei werden Häuser und Wohnungen mit vergleichsweise geringen Mitteln professionell für den Verkauf in Szene gesetzt:

  • Helle Farbe an die Wände,
  • moderne Leihmöbel in den Flur und
  • frische Blumen fürs Ambiente

... und schon wirkt eine Immobilie gleich viel freundlicher und wohnlicher. Laut der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR) ist der Erfolg messbar. Die aufgehübschte Immobilie soll sich im Durchschnitt 50% schneller verkaufen und einen bis zu 15% höheren Verkaufspreis erzielen. 


so oder ...

doch so!? (© LBS West / DGHR, Lageder/Wellhausen)

Ist die Hauskosmetik deswegen Lug und Trug? „Im Gegenteil“, sagt Andrea Horeis, Home-Staging-Expertin der LBS . „Durch Home Staging wird der echte Wert eines Hauses besser sichtbar.“

Viel zu oft überlagert der persönliche Geschmack der Vorbesitzer den Gesamteindruck einer Immobilie: Vollgestopfte Räume, unzureichende Beleuchtung, Möbel mit sehr in­dividuellem Stil und zugewucherte Gärten verdecken den Blick für das Wesentliche. Auch leere Räume können wiederum abschreckend wirken, weil es vielen Interessen­ten schwer fällt, sich vorzustellen, wie Möbel darin wirken könnten. Wer als Verkäufer auf diese Aspekte nicht achtet, muss häufig ungewollt drastisch über den Preis ver­handeln. „Käufer möchten nicht in das Zuhause anderer Menschen ziehen, sondern eine Vorstellung davon bekommen, wie ihr zukünftiges Heim aussehen könnte“, be­tont LBS-Expertin Andrea Horeis.

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Mit Home Staging wird ein Haus so entpersonalisiert, dass sich jeder in dem sauberen, aufgeräumten und freundlichen Ambiente wohlfühlen kann. Allerdings ist es mit ein paar Blumen und einem Eimer Farbe in der Regel nicht getan: „Erfolgreiches Home Sta­ging startet bei Analyse und Beratung und geht bis zu professionellen Fotos und Vide­os für den Verkauf über das Internet“, betont LBS-Expertin Horeis. Bei guten Maklern gehört Home Staging längst zum Handwerk. Denn eine gute Hausaufbereitung spart den Verkäufern viele unnötige Besichtigungstermine.

Die „Schönheitskur fürs Haus“ kommt aus den USA und ist auch in Skandinavien sehr populär. Und allmählich etabliert sich Home Staging auch in Deutschland. Dementspre­chend gibt es immer mehr spezialisierte Anbieter, die Leihmöbel und Accessoires für jeden Objekttyp bereithalten und häufig Innenarchitekten als Berater beschäftigen. Als Dachverband für die Branche ist die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR e.V.) tätig.

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