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Auch Carpet Concept webt aus alten Fischernetzen neue Teppichböden

(21.7.2016) Experten rechnen damit, dass bis 2020 der Faserverbrauch in der Textil­industrie um 30% ansteigen wird. Darum hat u.a. auch Teppichboden-Hersteller Car­pet Concept für einen Teil seiner Produktpalette nach ökologisch attraktiven Alterna­tiven zu konventionellen Garnen Ausschau gehalten - und bei Aquafil gefunden. Der Rohstoff dafür stammt aus Fischernetzen, die in den Weltmeeren herumvagabundie­ren. 


© Carpet Concept

Zur Erinnerung: Meeres-Biologen finden immer wieder Wale, Meeresschildkröten und Fische, die sich in entsorgten oder verloren gegangenen Schleppnetzen verfangen und qualvoll sterben. Seit 2011 werden diese Netze im Rahmen von Healthy Seas gesucht und geborgen. Zurzeit suchen Taucher vor allem in Nord- und Ostsee sowie im Mittel­meer nach alten Netzen.

Upcycling zu Econyl-Garn

In einem von Aquafil entwickelten Regenerationssystem wird der Nylon-Wertstoff aus den recycelten Fischernetzen wiedergewonnen und zu Garn mit der Bezeichnung Econyl verarbeitet. Dem Vernehmen nach sollen aus einer Tonne Fischfangnetze rund 1000 m² Teppichboden hergestellt werden können. Das Garn wird inzwischen in der Materialliste für umweltfreundliches Bauen zur Erreichung von LEED-Punkten geführt.

Auf den Webstühlen der Thüringer Teppichboden-Manufaktur wird das Econyl-Garn schließlich zu Teppichböden verarbeitet. Laut Carpet Concept steigt die Nachfrage nach textilen Bodenbelägen aus dem „Garn aus den Meeren“ zusehends an.

Weitere Informationen zu textilen Bodenbelägen aus Econyl-Garn können per E-Mail an Carpet Concept angefordert werden.

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