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FBB kürt das Joseph-Pschorr-Haus zum Gründach des Jahres 2016

(19.6.2016) Die 150 Teilnehmer des 14. FBB-Gründachsymposiums in Ditzingen haben das Joseph-Pschorr-Haus in München zum „FBB-Gründach des Jahres 2016“ gekürt - nachdem bereits Ende Januar die 120 Teilnehmer der Optigrün-Geschäftsführertagung das bemerkenswerte Projekt aus über 30 Bewerbern zum „Opti-Grün-Dach des Jahres 2016“ auserkoren hatten. 


Fotos: Harderstorfer/Optigrün

Das im Oktober 2013 eröffnete Joseph-Pschorr-Haus ist ein moderner Shoppingkom­plex mit darüber liegenden Penthouse-Mietwohnungen sowie einer öffentliche Tiefga­rage mit über 200 Stellplätzen. Das in Deckelbauweise errichtete Gebäude mit seiner charakteristischen Messing-Glas-Fassade steht auf einer Grundstücksfläche von etwa 5.000 m² in der Münchner Innenstadt zwischen der Neuhauser Straße, der Eisenmann­straße und dem Altheimer Eck an historisch bedeutsamer Stelle: Hier befanden sich einst die Pschorr-Bierhallen und das Geburtshaus des Komponisten Richard Strauss. Das historische Hackenviertel und der Marienplatz liegen in unmittelbarer Nähe (siehe Google-Maps).

DGNB-Zertifikat in Platin

Das Joseph Pschorr Haus erhielt mit dem Gesamterfüllungsgrad von 85,2% das „Platin-Zertifikat“ und damit die höchstmögliche Kategorie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. DGNB-Auditoren bewerteten dabei neben Ökologie, Ökonomie und Soziokultur auch Technik, Funktionalität, Prozess- und Standortqualität. Spitzenwerte wurden erzielt in der Kategorie „Ökologie“. Ausschlaggebend war dabei der Einsatz ei­ner Photovoltaikanlage, deren Stromertrag vollständig für die Eigenversorgung in der Haustechnik (Heizen, Kühlen, Lüften) verwendet wird. Das Gebäude ist zudem an das Fernwärme- und Fernkältenetz Münchens angeschlossen.

Über den Verkaufsflächen und über einen separaten Seiteneingang erreichbar, befin­den sich in der vierten und fünften Etage 25 exklusive Penthouse-Mietwohnungen. Die Wohnungen gibt es von Ein-Zimmer- Appartements mit 36 m² bis hin zur Drei-Zim­mer-Wohnung mit fast 200 m². Alle Wohnungen verfügen über Freiflächen in Form von Dachterrassen oder Loggien mit u.a. Aussicht auf die Frauenkirche, die Kirche St. Mi­chael oder den begrünten Innenhof mit Dachgarten. Die Wohnungen sind um den sich nach oben erweiternden, begrünten Lichthof, der die Mitte des Gebäudes bildet, an­geordnet. In den gefalteten und beschichteten Glasflächen des Innenhofes spiegeln sich die Pflanzen wie in einem riesigen Kaleidoskop wieder und stellen so einen impo­santen Blickfang dar, der auch von den Verkaufsräumen aus einsehbar, jedoch nicht öffentlich begehbar ist.

Die unterste Fläche des Innenhofs, die auf dem Dach des Erdgeschosses liegt, ist intensiv begrünt, ebenso wie die vor den Wohnungen der obersten Etage liegenden Dachgärten. Der Gründachaufbau mit der Optigrün-Systemlösung „Gartendach“ setzt sich zusammen aus ...

  • Schutz- und Speichervlies Typ RMS 900,
  • Drän- und Speicherelement Typ FKD 60 (verfüllt),
  • Filtervlies Typ 105,
  • 20-50 cm Intensivsubstrat Typ i-leicht und
  • Pflanzung mit Stauden und Gehölzen.

Die meist nur etwa einen Meter schmalen und geschwungenen Dachränder der da­zwischen liegenden Etagen wurden ebenfalls intensiv begrünt.

Auf den obersten Dachflächen wurde eine Extensivbegrünung ausgebracht - be­stehend aus ...

  • Schutz- und Speichervlies Typ RMS 300,
  • Drän- und Speicherelement Typ FKD 40,
  • Filtervlies 105 und
  • 8 cm Extensivsubstrat Typ E-leicht.

Zur Wahl eingereicht wurde das Siegerprojekt von der Firma Harderstorfer Garten- und Landschaftsbau aus Ergolding. Geplant wurde es von den Architekten Kuehn Malvezzi und den Landschaftsarchitekten Auböck + Kárász in Zusammenarbeit mit Kalckhoff Landschaftsarchitekten.

Weitere Informationen zum „Gartendach“ können per E-Mail an Optigrün angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: