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Kalksandsteinindustrie setzte 2015 2,3% mehr Steine ab als im Vorjahr


  
  
Bernhard Göcking, Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI)
Bernhard Göcking
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(19.6.2016) „2015 war ein gutes Jahr für die deutsche Kalk­sandsteinindustrie. Insgesamt konnten wir unseren Steinabsatz um 2,3 Prozent gegenüber 2014 steigern“, freute sich Bernhard Göcking, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Kalksand­steinindustrie (BV KSI), zu Beginn der diesjährigen Verbandta­gung in Papenburg. Zugleich forderte er, dass die Politik kurz­fristig zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums die „notwendigen Rahmenbedingungen“ schaffen müsse - wie ...

  • die Einführung von Sonderabschreibungen für Wohnungs­bauprojekte, die sogenannte Sonder-AfA, sowie
  • die Bereitstellung von Bauland in dichtbesiedelten Metro­polenregionen.

Roland Meißner, Geschäftsführer BV KSI, sieht in den  Heraus­forderungen für Bauwirtschaft und Politik auch große Chancen: „Die Kalksandsteinindustrie, deren Domäne ohnehin schon im­mer der Geschosswohnungsbau ist, wird von dieser Entwick­lung entsprechend ihrer Bedeutung profitieren. Wir gehen da­her von einem Wachstum von weiteren zwei Prozent für das Jahr 2016 aus.“ Lösungs­kompetenzen und Bauweisen für einen nachhaltigen wie auch wirtschaftlichen Woh­nungsbau seien in der Kalksandsteinindustrie vorhanden. Hierzu zähle u.a. die kosten­günstige Erstellung der Kalksandstein-Konstruktionen, mit denen sich mehrgeschossige Wohnbauten schnell und energieeffizient erstellen ließen, so Meißner weiter, und er verweist auf die Studie „Flüchtlingswohnen im Rahmen der Sozialen Wohnraumforde­rung“, die vom Land Schleswig-Holstein und der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen in Auftrag gegeben worden war. Sie kam zu dem Schluss, dass im Vergleich zwischen sieben unterschiedlichen und marktüblichen Außenwandkonstruktionen der Wandaufbau mit Kalksandstein und Wärmedammverbundsystem (WDVS) die kosten­günstigste Variante sei - siehe dazu auch Baulinks-Beitrag „,Kieler Modell‘: Arbeits- und Planungshilfe für moderne Typenhäuser“ vom 18.4.2016.

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