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Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2015: 10% mehr Wohnungseinbrüche

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2015
  

(31.5.2016) Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, aktuell der saar­ländische Innenminister Klaus Bouillon, haben am 23. Mai in Berlin die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) sowie die Fallzah­len für die Politisch Motivierte Kriminalität (PMK) für das Jahr 2015 vorgestellt.

Laut PKS stieg die Anzahl der Wohnungseinbrüche weiterhin deutschlandweit: 2015 sogar um 10% auf insgesamt 167.136 Einbrüche. Dabei zeigt die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik auch, dass über 42,7% aller versuchten Einbrüche dank Ein­bruchschutztechnik nicht vollendet wurden.

„Die Gefahr nimmt zu, denn mehr als ein Drittel aller Wohnungseinbrüche findet mitt­lerweile tagsüber statt. Die Bürger müssen aktiver werden und lernen, dass sie beim Einbruchschutz selbst tätig werden müssen. Investitionen in mechanische Tür- und Fenstersicherungen und Alarmanlagen zahlen sich aus und schützen bestmöglich vor Einbrechern“, kommentiert Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“, die aktuellen Zahlen.

Starke regionale Unterschiede

Signifikante Anstiege an Wohnungseinbrüchen sind vor allem in Hamburg (+20%) und Nordrhein-Westfalen (+18%) zu erkennen. Es gibt aber auch positive Entwicklungen: Im Süden Deutschlands lässt sich ein Rückgang an Einbrüchen verzeichnen. So nah­men in Baden-Württemberg Wohnungseinbrüche um 10 Prozent ab, in Bayern um 9 Prozent. Auch bei den Abbruchquoten ist Baden-Württemberg Vorreiter: 44% aller Einbruchversuche scheiterten hier - dies ist der höchste Wert in ganz Deutschland.

„Die Zahlen in Baden-Württemberg zeigen, dass technische Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen wie auch eine aufmerksame Nachbarschaft sehr wirksam sind. Zudem informieren sich die Bürger mehr, wie man sich schützen kann und nehmen verstärkt unser Angebot der polizeilichen Beratungen wahr“, erklärt Harald Schmidt, Geschäfts­führer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).

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