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Bauhauptgewerbe im 1. Quartal 2016 kräftig im Plus

(30.5.2016) Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitgeteilt hat, konnten die Bauunternehmen im 1. Quartal aufgrund der milden Temperaturen und hohen Auf­tragsbestände zur Jahreswende durcharbeiten. Ferner ergibt sich aus der neuesten Ausgabe des „Aktuellen Zahlenbildes“, dass der baugewerbliche Umsatz im Bauhaupt­gewerbe (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) im 1. Quartal bei 11,5 Mrd. Euro lag - also nominal 4,9 % über dem entsprechenden Vorjahreswert. Dies ist dem Ver­nehmen nach der höchste Umsatzwert in den ersten drei Monaten seit 15 Jahren. 

Darüber hinaus meldeten die Bauunternehmen für das 1. Quartal einen Anstieg des Auftragseingangs von nominal 13,9%. Für März ergab sich im Vergleich zum entspre­chenden Vorjahresmonat ein Plus von 13,0%. Im Vormonatsvergleich sind die Aufträge nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes allerdings um 0,5% zurückgegan­gen (arbeitstäglich-, saison- und preisbereinigt) - siehe Bauletter vom 25.5.2016.

Die Gefahr, dass ein Großteil der Auftragsbestände schon in den ersten Monaten ab­gearbeitet sein könnte, sieht der Verband nicht. Aufgrund der guten Auftragslage sei die Reichweite der Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe - laut einer Umfrage des ifo Instituts - von Januar bis April von 2,8 Monate auf 3,2 Monate gestiegen.

Durchweg positive Signale kamen aus dem Wohnungsbau: Der Umsatz stieg im 1. Quartal um 12,6%, die Nachfrage nahm um 18,0% zu (März: 12,5% bzw. 18,0%). Auch für den Öffentlichen Bau meldeten die Unternehmen gute Zahlen: Der Umsatz lag um 3,7%, die Nachfrage sogar um 20,2% über dem entsprechenden Vorjahreszeit­raum (März: +3,4% bzw. +16,7%). Dagegen konnte der Wirtschaftsbau im 1. Quar­tal nur ein unterdurchschnittliches Umsatzplus von 1,8% vorweisen, im März fiel die Umsatzentwicklung sogar negativ aus (-0,8%). Der Auftragseingang lag mit 6,6% aber deutlich im Plus (März: +6,9%).

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