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Minderheitsgesellschafter ICG übernimmt bei Nora Systems die Mehrheit

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(16.5.2016) Nora Systems ist weiter auf Wachstumskurs: 2015 konnte der Hersteller von Kautschuk-Bodenbelägen und Schuhkomponenten laut eigenen Aussagen den Umsatz gegen­über dem Vorjahr um 7% von 204,6 auf 218,7 Mio. Euro steigern. Das EBITDA mach­te mit einer Zunahme von 31,5 auf 38,5 Mio. Euro einen vergleichbar großen Sprung. Auch die Investitionen am Standort Weinheim sind mit rund 10 Mio. Euro die höchsten seit über 15 Jahren.

Der Haupteigentümer von Nora Systems, die Capiton AG, Berlin, und der britische Min­derheitsgesellschafter Intermediate Capital Group (ICG) haben sich Anfang Mai grund­sätzlich darauf geeinigt, dass ICG die Mehrheit an Nora übernehmen wird. Seit 2013 hält ICG 26% der Anteile an dem Unternehmen. „Wir freuen uns, dass wir die gute Zu­sammenarbeit mit ICG fortsetzen können und sind sicher, den richtigen Partner für ei­ne langfristige, erfolgreiche Zukunft gefunden zu haben“, kommentiert CEO Andreas Mueller. In den nächsten Wochen würden die Details ausgearbeitet und die Vereinba­rung finalisiert.

Regionen entwickeln sich unterschiedlich

„Die positive Umsatzentwicklung im Jahr 2015 ist sehr erfreulich, wir dürfen allerdings nicht außer Acht lassen, dass diese maßgeblich von Währungskurseinflüssen und den günstigen Rohstoffpreisen getrieben ist“, erläutert die für Finanzen zuständige Ge­schäftsführerin Christa Hoffmann. Beides seien Faktoren, auf die man keinen Einfluss habe. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich: „Während wir in Nordamerika und China gute Zuwächse verzeichnen und unsere Kern­märkte in Europa absichern konnten, mussten wir in den Wachstumsmärkten wie zum Beispiel Lateinamerika aufgrund der angespannten politischen Lage und des schwieri­gen konjunkturellen Umfelds Umsatzrückgänge hinnehmen“, berichtet Mueller.

Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binden

Neben der Anschaffung von drei neuen Anlagen hat Nora Systems in die Mitarbeiter­entwicklung investiert: Mehr als 1,2 Mio. Euro flossen in den vergangenen drei Jahren in verschiedene Maßnahmen und Projekte, mit denen das Unternehmen seine Position als attraktiver Arbeitgeber weiter stärken will. Die Maßnahmen reichen ...

  • von einer Verbesserung der internen Kommunikation
  • über verschiedene Schulungskonzepte
  • bis hin zu baulichen Veränderungen, um das Unternehmen im Industriepark Weinheim sichtbarer zu machen.

„Wir möchten unsere eigenen Mitarbeiter eng an nora binden und zugleich qualifizierte neue Bewerber gewinnen“, erläutert Hoffmann. „So stellen wir sicher, dass Nora Sys­tems langfristig leistungsfähig bleibt.“ Nora Systems beschäftigt derzeit weltweit mehr als 1.000 Mitarbeiter, davon über 830 in Deutschland. Weinheim ist Produktionsstand­ort und Unternehmenssitz.

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