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Pumpendruckhaltung und Vakuum-Cyclone-Entgasung in einem Gerät von IMI Pneumatex


  

(26.4.2016; SHK- / IFH/Intherm-Bericht) IMI Hydronic Engi­neering hat auf den SHK-Frühjahrsmessen eine Druckhalte­station mit einer oder alternativ zwei Pumpen für Heiz-, Solar- und Kaltwassersysteme incl. integrierter Vakuum-Cyclone-Ent­gasung neu vorgestellt: Laut den Präsentationen in Essen und Nürnberg ist der Transfero TV Connect der Marke IMI Pneuma­tex in der Lage, in parallel verlaufenden Prozessen den Anla­gendruck konstant sowie das Anlagenwasser von gelösten Ga­sen frei zu halten - und zwar um mindestens 50% effizienter als bei einer Vakuum-Sprühentgasung.

Ausschlaggebend für den hohen Entgasungsgrad sei die Cyc­lone-Technologie in Verbindung mit einer speziellen Konstruk­tion aus zwei nachgeschalteten Behältern:

  • Im ersten Entgasungsgefäß wird das Anlagenwasser unter Vakuum in Rotation versetzt, woraufhin sich kleine Gasbläschen in der Mitte des entstandenen Wasserwirbels sammeln und zu größeren Blasen formen.
  • Diese werden dann direkt in den zweiten Behälter geleitet und von dort aus abgeführt.

Unternehmensangaben zufolge soll diese Vorgehensweise eine wesentlich höhere Ab­scheiderate zur Folge haben als die Vakuum-Sprühentgasung in einem Behälter. Eine „Eco“-Automatikfunktion verspricht überdies einen energiesparenden Betrieb, indem der Entgasungsprozess nur stattfindet, solange sich gelöste Gase im Anlagenwasser befinden.

Des Weiteren wird auch das Nachspeisewasser direkt in den Vakuum-Cyclon-Entgaser geleitet und entgast. Auf diese Weise sollten kaum Gase beim Nachspeisen in das An­lagenwasser gelangen, was eine Systemkorrosion durch Sauerstoffeintritt deutlich re­duziert. Eine aus besonders sauerstoff- und gasdichtem Butylgummi gefertigte Blase im Ausdehungsgefäß schützt das System zusätzlich. Für eine automatische Nachspei­seüberwachung und -ansteuerung sind die Geräte zudem serienmäßig mit Kontaktwas­serzähler und Magnetventil ausgestattet. Optionale Enthärtungs- oder Entsalzungs­module mit Überwachung und Ansteuerung der Wasseraufbereitung stehen ebenfalls zur Verfügung.

Das System verspricht einen konstanten Anlagendruck mit einer Präzision von ±0,2 bar. Für zusätzliche Sicherheit soll ein regelmäßiger automatischer Selbsttest zur Überprüfung von Vakuum und Dichtheit sorgen.

Die neue Druckhaltestation mit integrierter Vakuum-Cyclone-Entgasung ist für Heiz- und Solarsysteme bis 8 MW sowie Kaltwassersysteme bis 13 MW erhältlich. Überdies sei sie für Anlagen mit einem Wasserinhalt bis 300 m³ sowie einem Systemdruck bis 10 bar geeignet. Zur Einbindung in Kaltwassersysteme sind alle Geräte in einer schwitz­wassergedämmten Ausführung verfügbar. Das Unternehmen bietet ebenfalls eine Zwei-Pumpen-Station an, die vor allem bei erhöhten Anforderungen an die Betriebs­sicherheit eingesetzt wird.

Die Druckhalte- und Entgasungsstation ist serienmäßig mit einer BrainCube Connect Steuerung mit beleuchtetem 3,5“ Farb-Touchdisplay ausgestattet. Damit lässt sich das System in Echtzeit von internetfähigen Geräten aus über eine webbasierte Be­nutzeroberfläche bedienen und überwachen. Auf diese Weise können Anlagenanaly­se, Fehlersuche oder auch Inbetriebnahme und Wartung aus der Ferne erfolgen. Da­rüber hinaus ist es möglich, die Steuerung über eine Modbus-fähige RS-485-Schnitt­stelle nahtlos in die Gebäudeleittechnik einzubinden. Eine zusätzliche USB-Schnitt­stelle ermöglicht Softwareupdates vor Ort.

Weitere Informationen zum Transfero TV Connect können per E-Mail an IMI Hydronic Engineering angefordert werden.

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