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Bauarbeitgeber unterbreiten Gegenangebot: Zweimal 1,3% mehr Lohn bzw. Gehalt

(5.4.2016) Am 5. April wurden die Tarifverhandlungen für die rund 760.000 Beschäf­tigten im Baugewerbe fortgesetzt. Dazu sagte der Verhandlungsführer der Arbeitge­ber ZDB-Vizepräsident Frank Dupré: „Wir haben der Gewerkschaft ein Angebot für den Lohn- und Gehaltstarifvertrag bei 2 Jahren Laufzeit mit einer Lohn- und Gehalt­erhöhung ab 1. Juni 2016 und 1. Juni 2017 von jeweils 1,3 Prozent im Westen und 2,0 Prozent im Osten unterbreitet. Dies führt in Anbetracht der äußerst geringen In­flationsrate zu einem realen Einkommenszuwachs. Auch die nach wie vor niedrigen Umsatzrenditen eröffnen keinen höheren Verteilungsspielraum.“

Zur Erinnerung: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt wünschte sich im Vorfeld der Verhandlungen u.a. eine Lohn- und Gehaltssteigerung von 5,9% für zwölf Monate - siehe Beitrag vom 17.2.2016.

Außerdem haben die Arbeitgeber eine neue Unterkunftsregelung für auswärtige Bau­stellen angeboten. So sollen die Betriebe verpflichtet werden, die notwendigen Unter­künfte bereitzustellen und zu bezahlen. Die Arbeitnehmer, die auswärts übernachten, könnten darüber hinaus einen Verpflegungszuschuss erhalten.

Für die Auszubildenden wurde eine pauschale Erhöhung der Ausbildungsvergütung in Aussicht gestellt, die nach den Ausbildungsjahren gestaffelt werden soll.

Die Verhandlungen sollen am 25. April im Raum Frankfurt/Main fortgesetzt werden.

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