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Heizungsindustrie 2015: Brennwert gewinnt, Erneuerbare schwächeln

(24.2.2016) Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hat am 24.2. seine Jahresbilanz vorgelegt. Die 102 im BDH organisierten, größtenteils mittelständi­schen Unternehmen erwirtschafteten demnach einen weltweiten Gesamtumsatz von 13,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 2,9% gegenüber dem Vorjahr. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung verzeichnete mit 530 Mio. Euro ein Plus von 8,6%. Die Anzahl der bei den Mitgliedsunternehmen weltweit Beschäftigen stieg um 0,9% auf 69.200. 


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Auch stückzahlenmäßig blickt die Industrie mit insgesamt 710.000 abgesetzten Wär­meerzeugern und einem Absatzplus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

  • Den größten Absatz verzeichneten gasbasierte Systeme. Die Gas-Brennwert­technik erreichte mit 439.500 abgesetzten Geräten ein Plus von sieben Pro­zent.
  • Die Anzahl der abgesetzten Gas-Niedertemperaturgeräte betrug 103.500 Stück.
  • Einen bemerkenswerten Marktverlauf nahm die Öl-Brennwerttechnik. Sie kam auf ein Plus von 30%, mit 60.000 abgesetzten Geräten - allerdings ausgehend von einer niedrigen Basis.

By the way: Als ursächlich für diese Entwicklung bei Ölheizungen sieht der BDH neben dem niedrigen Ölpreis den hohen Modernisierungsstau in diesem Segment, ausgelöst durch eine Verunsicherung der Verbraucher: Längst fällige Modernisierungen wurden aufgrund unklarer politischer Rahmenbedingungen aufgeschoben. Der BDH sieht den Marktverlauf der Öl-Brennwerttechnik auch im Sinne des Ressourcenschutzes durch­aus positiv, existieren doch in Deutschland weit über 5 Millionen veraltete und ineffi­ziente Ölheizungen. „In vielen Fällen bestehen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wenig Alternativen zu einer Ölheizung. Zudem wird diese Technologie überproportional oft mit erneuerbaren Energien wie zum Beispiel Solarthermie kombiniert“, sagt Manfred Greis - siehe zudem Bauletter-Editorial vom 23.2.2016 „Frühling auf dem Ölmarkt?“.

Erneuerbare Energien schwächeln

Nicht zufriedenstellend verlief hingegen die Marktentwicklung der Heizungstechnolo­gien auf Basis erneuerbarer Energien:

  • Biomassekessel mussten Markteinbußen von 18% hinnehmen. Als Ursache hierfür gelten der niedrige Ölpreis und die vergleichsweise hohen Investitions­kosten.
  • Wärmepumpen wiederum hatten unter den hohen Strompreisen zu leiden. Mit 57.000 abgesetzten Geräten und einem Minus von 2% hielt die Technologie in etwa das Niveau des Vorjahres - siehe auch „Wärmepumpenabsatz 2015 trotz Ölpreisverfall nur leicht rückläufig“ vom 31.1.2016.
  • Als Folge der verbesserten Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms konnte die Solarthermie im letzten Quartal 2015 aufholen, schloss allerdings aufs Jahr gesehen mit einem Minus von 10 Prozent ab - siehe auch „Über 100.000 neue Solarheizungen 2015“ vom 24.2.2016.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Politik die Förderung für Heizungstechnologien auf Basis erneuerbarer Energien unlängst deutlich aufgestockt hat. Wir gehen von weiteren positiven Effekten in 2016 auf den Markt für erneuerbare Energien aus", so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

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