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ifo Geschäftsklimaindex sinkt merklich - auch der im Baugewerbe

(25.1.2016) Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich zum Jahresbeginn verschlechtert: Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutsch­lands sank von 108,6 Punkten im Dezember auf nunmehr 107,3 Punkte. Die weiterhin sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage wurden zwar nur wenig zu­rückgenommen. Merklich trübten sich hingegen die Erwartungen ein. „Die deutsche Wirtschaft blickt erschrocken ins neue Jahr“, resümiert man im ifo Institut. 

Auch im Bauhauptgewerbe gab der Geschäftsklimaindex erneut nach, liegt aber wei­terhin deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt. Der Rückgang ist auf pessimis­tischere Erwartungen der Baufirmen zurückzuführen. Die Beurteilung der aktuellen Ge­schäftssituation verbesserte sich hingegen auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen: Zum einen wurden die guten Urteile zur aktuellen Lage et­was zurückgenommen, und zum andern korrigierten die Industriefirmen ihre optimisti­schen Erwartungen deutlich nach unten. Während die chemische Industrie vom nied­rigen Ölpreis profitiert, trübte sich die Stimmung in vielen anderen Branchen, wie dem Maschinen- und Fahrzeugbau ein. Das ist vor allem auf schlechtere Exportaussichten zurückzuführen. Die Kapazitätsauslastung der Industrie stieg indes um 0,6 Prozent­punkte auf 85,1%.

Im Großhandel ist wegen deutlich besserer Lageeinschätzungen der Großhändler der Index wieder gestiegen. Die Erwartungen verschlechterten sich jedoch auch dort ein wenig. Im Einzelhandel blieb der Geschäftsklimaindex nahezu unverändert. Während die Einzelhändler etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage waren, drehten ihre Erwartungen wieder in den positiven Bereich.

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