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ifo Architektenumfrage IV/2015: Geschäftsklima ausgezeichnet

(3.1.2016) Laut Umfrage des ifo Instituts bei freischaffenden Architekten hat sich das Geschäftsklima zu Beginn des vierten Quartals 2015 weiter aufgehellt:

  • Die befragten Architekten schätzten ihre aktuelle Geschäftslage so gut ein wie noch nie in den vergangenen 25 Jahren.
  • Hinsichtlich ihrer Geschäftsaussichten in den nächsten sechs Monaten sind die Urteile allerdings etwas zurückhaltender: Jeder neunte Architekt rechnet demnach mit einer „eher günstigeren“ Auftragssituation in einem halben Jahr. Der Anteil der Architekten, die eine „eher ungünstigere“ Entwicklung erwarte­ten, ist mit 12% nur geringfügig größer.
  • Im Berichtsquartal konnten 57% der befragten Architekten neue Verträge abschließen.

Das geschätzte Bauvolumen aus den im dritten Quartal 2015 neu abgeschlossenen Verträgen (Neubauten ohne Planungsleistungen im Bestand) lag laut Umfrage knapp ein Fünftel höher als im Vorquartal - wobei vor allem der Wohnungsbau Zuwächse (rund 30%) auswies. Die Planungsaufträge für Nichtwohnbauten übertrafen das Vor­quartalsergebnis dagegen nur um knapp ein Zehntel.

Mehrfamilienhäuser stark gefragt

Der Umfang der neuen Planungsaufträge von Ein- und Zweifamilienhäusern war leicht rückläufig. Im Gegensatz dazu übertraf der Umfang der Aufträge für Planungsleistun­gen zum Bau von Mehrfamiliengebäuden den Wert des Vorquartals um rund 50%. Da­mit wurde das Volumen des bisherigen „Rekordwerts“ aus dem ersten Quartal 1994 um rund 10% verfehlt:

Die Auftragseingänge seitens gewerblicher Auftraggeber sollen im dritten Quartal - aufgrund einiger Großaufträge - um bemerkenswerte knapp 60% gegenüber dem Vor­quartal gestiegen sein. Dieses Volumen dürfte im nun folgenden vierten Quartal aller­dings nicht wieder erreicht werden.

Die öffentlichen Auftraggeber waren im Berichtsquartal bei der Auftragsvergabe an freischaffende Architekten ausgesprochen zurückhaltend: Das Volumen der neu he­reingenommenen öffentlichen Aufträge war nicht einmal halb so groß wie im Vorquar­tal. Der langjährige Durchschnittswert wurde um 30% unterschritten.

Die Reichweite der Auftragsbestände erreichte nach 6,3 Monaten am Ende des zwei­ten Quartals 2015 zum 30. September 2015 durchschnittlich 6,4 Monate.

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