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Preise für Heizstrom um bis zu 10 Prozent gesunken

(22.12.2015) In den letzten 12 Monaten sind nicht nur fossile Brennstoffe deutlich günstiger geworden. Auch beim Heizstrom beobachtet das Verbraucherportal Verivox mehr Wettbewerb und sinkende Preise. Dazu dürfte beigetragen haben, dass sich die Zahl der Heizstromanbieter im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat.

Vor allem die Preise für Wärmepumpenstrom sind auf Jahressicht deutlich gefallen. Kosteten die günstigsten Angebote für einen Jahresverbrauch von 7.500 kWh im De­zember 2014 noch durchschnittlich 1.428 Euro, so sind es laut Verivox  ein Jahr später nur noch 1.291 Euro. Das entspricht einer Preissenkung von rund 10%. Von diesem Preisrückgang profitieren allerdings nur Kunden, die ihren Anbieter wechseln. Im lokalen Grundversorgungstarif sind die Preise lediglich um knapp 3 Prozent gefallen.

Die günstigsten verfügbaren Tarife für Speicherheizungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 5% verbilligt: 12.000 kWh kosteten vor einem Jahr 2.117 Euro - gegenüber 2.013 Euro Ende 2015 bei gleichem Jahresverbrauch.

Doppelt so viele Anbieter bei sich öffnender Preisschere

Mittlerweile können Verbraucher Verivox zufolge zwischen durchschnittlich 25 Anbie­tern pro Postleitzahlgebiet wählen - das seien doppelt so viele wie Ende 2014. Durch den zunehmenden Wettbewerb wachsen auch die Preisunterschiede zwischen den Versorgern:

  • Bei Wärmepumpenstrom besteht aktuell eine Differenz zwischen dem Grundver­sorgungstarif und dem günstigsten verfügbaren Angebot von durchschnittlich 414 Euro (2014: 322 Euro).
  • Bei Speicherheizungen beträgt das Gefälle zwischen Grundversorgung und güns­tigstem Tarif derzeit durchschnittlich 413 Euro. Vor einem Jahr haben Verbrau­cher mit dem Wechsel des Anbieters 302 Euro gespart.

Immer mehr Kunden wechseln

Die Zahl der Wechsler hat zuletzt stark zugenommen: Nach Angaben der Bundesnetz­agentur hat sich der Anteil der Heizstromkunden, die nicht vom Grundversorger belie­fert werden, 2014 im Vergleich zum Vorjahr auf 4% verdoppelt. Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox, rechnet nach dem massiven Anstieg der Wechsler­zahlen im Vorjahr für 2015 erneut mit einer Verdoppelung der Anbieterwechsel.

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