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Parkettabsatz in Deutschland einigermaßen stabil

(25.11.2015) Nach einem Anstieg 2014 um 1,8% auf insgesamt 9,5 Mio. m² zeigt sich der Parkettabsatz in Deutschland in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres nur einigermaßen stabil: Nach Ergebnissen einer internen Umfrage unter den Mitglie­dern des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp) sank der Absatz der vdp-Mitglieder im Zeitraum Januar bis September 2015 um insgesamt 1,6% auf 7,1 Mio. m².

Parkettabsatz

„Vorsichtig optimistisch stimmen uns die positiven Prognosen aus dem Herbstgutach­ten der Bundesregierung. Durch das unveränderte Wachstum des Bruttoinlandsproduk­tes von 1,8 Prozent scheinen auch die öffentlichen Investitionen und reale Bauinves­titionen - im öffentlichen Bau sogar um 4,9 Prozent - zu steigen“, so der vdp-Vorsit­zende Michael Schmid.

Ein genauerer Blick auf die Umfrageergebnisse in den einzelnen Parkettsegmenten ergibt, dass sich das überwiegend im Wohnbau eingesetzte Mehrschichtparkett mit einem Minus von 0,7% auf 5,8 Mio. m² besser entwickelt hat, als das Massivparkett, bei dem der Absatz um 5,2% auf 1,2 Mio. m² gesunken ist. Der Absatzrückgang betraf insbesondere Stabparkett (-3,4%), Mosaikparkett (-7,7%) und dreischichtiges Mehr­schichtparkett (-12,5%), während der Absatz von zweischichtigem Parkett (+8,5%) sowie von zweischichtigen (+9,1%) und dreischichtigen Landhausdielen (+5,6%) zu­legen konnte. Massivholzdielen lagen geringfügig über dem Vorjahreswert (+0,5%).

Auch die amtlichen Zahlen zur Parkettproduktion in Deutschland sind weiterhin rück­läufig, wobei die Preise leicht steigen. „Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die inländische Produktion im laufenden Jahr wesentlich deutlicher zurückgeht als die Ein­fuhren aus dem Ausland, was für eine vermehrte Produktionsverlagerung spricht“, so Schmid. Auch die Auswertung der Quartalszahlen der vdp-Umfrage lasse erkennen, dass die Menge der Handelsware steige, während die Eigenproduktion in sehr ähnli­chem Ausmaß sinke und sich gleichzeitig der Umsatz seit längerem kaum verändere. „Die nominell eher geringe Umsatzsteigerung im dritten Quartal ist jedoch durchaus ein Erfolg, da die Steigerungsrate auf einem starken Vorjahresquartal aufsetzt. Soll­te im vierten Quartal der ungefähr gleiche Umsatz wie im Vorjahr erreicht werden, dürfte das Gesamtjahr 2015 bei ‚Plus-minus-null‘ liegen“, so Schmid.

vdp weitet sein Online-Serviceangebot aus

Neben der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage diskutierten die Vorstandsmitglieder bei ihrer Vorstandssitzung in Bad Honnef auch Maßnahmen zur Verbesserung des Ser­viceangebots auf der Verbandswebsite parkett.de sowie zur Steigerung von deren Reichweite. Hierzu zählt u.a. der Aufbau einer Datenbank für Parkettleger und Par­kettstudios. Da der vdp bestrebt ist, nicht nur eigene Mitglieder, sondern auch den gesamten Parkettmarkt in Deutschland zu repräsentieren, sollen zukünftig auch rele­vante ausländische Parkettproduzenten mit einbezogen werden, die im deutschen Markt aktiv sind. Weitergeführt werden sollen überdies die Aktivitäten des Verban­des, gegen die irreführende Verwendung des Parkettbegriffs im Handel vorzugehen - siehe dazu auch den Baulinks-Beitrag „,Parkett‘ oder nicht ,Parkett‘ ... Irreführende Werbeaussagen ärgern den vdp“ vom 25.11.2015.

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